08 May 2026, 00:32

Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten – Preiserhöhungen bis 2026 möglich

Balkendiagramm, das den Verbraucherpreisindex von Oktober 2020 bis Oktober 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten – Preiserhöhungen bis 2026 möglich

Henkel steht vor steigenden Materialkosten und muss seine Preispolitik in allen Sparten anpassen. Das Unternehmen hat bereits die Preise im Bereich Industrieklebstoffe erhöht, zeigt sich aber zurückhaltend, wenn es darum geht, die höheren Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. Konzernchef Carsten Knobel räumte ein, dass weitere Preiserhöhungen bis 2026 unvermeidbar sein könnten, sollten die finanziellen Belastungen anhalten.

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Die Materialausgaben von Henkel sind um einen hohen einstelligen Prozentsatz gestiegen, was zusätzliche Kosten in Höhe von 400 bis 500 Millionen Euro verursacht. Um dies auszugleichen, verhandelt das Unternehmen Lieferantenverträge neu und passt die Marktpreise dort an, wo es möglich ist.

Im Konsumentengeschäft setzt Henkel auf selektive Preiserhöhungen, die an neue Produktinnovationen geknüpft sind, statt auf breite Anpassungen. Knobel betonte, dass viele Haushalte bereits unter finanzieller Belastung stehen, was flächendeckende Preiserhöhungen erschwere. Gleichzeitig warnte er, dass bei anhaltendem Kostendruck auch im Verbraucherbereich Anpassungen bis 2026 notwendig werden könnten.

Der Vorstandsvorsitzende verwies zudem auf die Unsicherheit der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die langfristige Prognosen schwierig mache. Zwar sind kurzfristig keine Preiserhöhungen für Verbraucher geplant, doch schließt das Unternehmen weitere Maßnahmen nicht aus, falls die Ausgaben weiter steigen.

Henkels aktuelle Strategie konzentriert sich auf gezielte Preisanpassungen und Verhandlungen mit Zulieferern, um die steigenden Kosten zu bewältigen. Während im Industriesektor bereits Erhöhungen umgesetzt wurden, zögert das Unternehmen noch, diese auf die Verbraucher auszuweiten. Sollte sich der Kostendruck verschärfen, könnten jedoch bis 2026 breitere Preiserhöhungen folgen.

Quelle