25 March 2026, 12:30

Henkel drohen Preiserhöhungen wegen explodierender Öl- und Logistikkosten

Liniengraph, der einen abwärtsgerichteten Trend in den projizierten zukünftigen Ölimporten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Henkel drohen Preiserhöhungen wegen explodierender Öl- und Logistikkosten

Henkel kämpft mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise

Die steigenden Ölpreise treiben bei Henkel die Material-, Lieferketten- und Logistikkosten in die Höhe. Das Unternehmen, zu dem Marken wie Persil und Schwarzkopf gehören, warnt, dass weitere Preiserhöhungen notwendig sein könnten, um die Belastungen auszugleichen.

Der deutsche Konsumgüterriese beschäftigt weltweit rund 47.000 Mitarbeiter, davon weniger als ein Fünftel in Deutschland. Im vergangenen Jahr erzielte Henkel einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro. Der Bereich Consumer Brands – zu dem Persil und Schwarzkopf zählen – verbuchte 2023 einen Umsatz von 9,7 Milliarden Euro, allerdings mit einem nur minimalen Wachstum von 0,3 Prozent.

Zulieferer und Logistikunternehmen geben die gestiegenen Kosten bereits an Henkel weiter. Das Unternehmen steht nun unter wachsendem Druck, seine eigenen Preise anzupassen. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel betont, dass ein Aufschub von Preisanpassungen die finanzielle Belastung verschärfen könnte – angesichts der anhaltenden Kostenspirale.

Trotz der Inflation zeigen Premiummarken wie Schwarzkopf Widerstandsfähigkeit. Die Kundentreue bleibt insbesondere in Europa und Nordamerika hoch, auch wenn manche Verbraucher aufgrund knapperer Budgets sparen müssen. Henkel setzt auf die Stärken seiner Produkte, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen, und vertraut darauf, dass der Markenruf die Absatzzahlen stabil hält.

Der Krieg in der Ukraine verstärkt die Unsicherheit. Zwar hofft Henkel, dass sich der Konflikt nicht das ganze Jahr hinzieht, doch die indirekten Folgen – etwa die durch Treibstoffpreise getriebenen Kostensteigerungen – belasten weiterhin das Geschäft. Die Ergebnisse für 2023 zeigten im Consumer-Brands-Bereich eine leichte Margeverbesserung auf 14,5 Prozent, doch die zurückhaltende Kaufbereitschaft der Verbraucher bleibt eine Herausforderung.

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Henkels Strategie zielt nun darauf ab, die Kostendruck mit Kundentreue in Einklang zu bringen. Entscheidend wird sein, ob es dem Unternehmen in den kommenden Monaten gelingt, die Preise zu erhöhen, ohne die Nachfrage einzubüßen. Bisher bieten die starken Marken einen Puffer – doch eine weitere Inflationswelle könnte selbst die engsten Kundenbindungen auf die Probe stellen.

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