06 May 2026, 08:40

"Heimat" in Mainz: Warum ein Restaurantname so viel Hass auslöst

Ein Berliner Restaurant mit Holztischen und -stühlen vor einem großen Fenster, das eine Straßenansicht mit Fußgängern, Gebäuden und Grünflächen zeigt.

"Heimat" in Mainz: Warum ein Restaurantname so viel Hass auslöst

Ein Restaurant in Mainz mit dem Namen Heimat ist zum Mittelpunkt einer hitzigen Debatte geworden. Besitzer Veli Ivecen, ein türkisch-kurdischer Koch, wählte den Namen, um seine Vision von Heimat widerzuspiegeln – einen Ort, an dem deutsche, türkische und kurdische Küche verschmelzen. Doch die Reaktionen darauf waren alles andere als herzlich: Sowohl im Internet als auch persönlich wurde Ivecen angefeindet.

Die Probleme begannen kurz nach der Eröffnung. Kritiker warfen ihm vor, den Begriff Heimat – ein deutsches Wort für die eigene Scholle – zu missbrauchen, und stellten infrage, warum türkische und kurdische Aromen in der deutschen Küche Platz hätten. Einige gingen noch weiter: Sie beschimpften ihn als Nazi und zeigten sogar Hitlergrüße vor dem Lokal.

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Die Fassade des Restaurants wurde mit der Parole „Das hier ist meine Heimat, nicht deine“ beschmiert. Ivecen entfernte die Schmierereien, doch die Angriffe rissen nicht ab. Mitarbeiter wurden auf privaten Instagram-Accounts, per E-Mail und sogar direkt von Gästen im Restaurant beleidigt.

Angesichts der anhaltenden Feindseligkeit überlegte Ivecen zunächst, den Namen zu ändern. Doch mittlerweile hat er sich entschieden, standhaft zu bleiben. Heimat bleibt – als trotziges Symbol für den inklusiven Ort, den er schaffen wollte.

Trotz der Kontroverse läuft der Betrieb weiter. Ivecen bleibt seinem ursprünglichen Ziel treu: Er serviert Essen, das Kulturen verbindet. Vorerst heißt Heimat seine Gäste weiterhin willkommen – trotz des anhaltenden Gegenwinds.

Quelle