22 March 2026, 14:31

Hamburgs großer Protest gegen sexualisierte Gewalt fordert Reformen jetzt

Eine Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang und hält ein Banner mit der Aufschrift "Solidarität und Feminismus". Im Hintergrund sind Fahrzeuge geparkt und Gebäude zu sehen.

Demonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - Hamburgs großer Protest gegen sexualisierte Gewalt fordert Reformen jetzt

Große Demonstration gegen sexualisierte Gewalt findet diese Woche in Hamburg statt

Diese Woche wird in Hamburg eine große Protestkundgebung gegen sexualisierte Gewalt stattfinden. Organisiert von der SPD-Politikerin Annika Urbanski, folgt die Demonstration einer Welle öffentlicher Empörung über jüngste Vorwürfe digitaler Missbrauchsfälle. Prominente Persönlichkeiten wie die Klimaaktivistin Luisa Neubauer unterstützen die Kundgebung, während die Forderungen nach einer Reform des Gewaltschutzrechts immer lauter werden.

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Die unter dem Motto "Schluss damit!" stehende Protestaktion ist für Donnerstag, den 26. März, um 17:30 Uhr am Rathausmarkt geplant. Sie erfolgt vor dem Hintergrund umfangreicher Medienberichte über sexualisierte Gewalt, insbesondere in digitalen Räumen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Druck für bessere Schutzmaßnahmen für Betroffene und schärfere Strafen für Täter zu erhöhen.

Die Demonstration ist Teil einer landesweiten Debatte, die durch die Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes ausgelöst wurde. Ende 2025 hatte sie ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, öffentlich beschuldigt, über mehr als ein Jahrzehnt hinweg gefälschte Profile angelegt und Deepfake-Pornografie verbreitet zu haben. Der Fall stieß auf schnelle politische Unterstützung – unter anderem von Kevin Kühnert und Neubauer –, die nun zu sofortigem Handeln aufrufen.

Die Reaktionen aus der Branche fallen scharf aus: Die Produktionsfirma Pyjama Pictures erwägt Berichten zufolge, die Zusammenarbeit mit Ulmen zu beenden. Anders als in früheren Fällen haben die Vorwürfe sofortige Forderungen nach einer Überarbeitung des Gewaltschutzgesetzes ausgelöst – ein Zeichen für die wachsende Frustration über die Lücken im aktuellen Rechtssystem.

Die Hamburger Kundgebung markiert einen Wendepunkt in Deutschlands Umgang mit digitaler Gewalt. Durch den zunehmenden Druck von Aktivist:innen, Politiker:innen und der Öffentlichkeit hat der Fall die Diskussionen über notwendige Gesetzesreformen beschleunigt. Die Organisator:innen hoffen, dass der Protest konkrete Veränderungen bewirkt – sowohl beim Schutz der Betroffenen als auch bei der strafrechtlichen Verfolgung der Täter.

Quelle