05 June 2026, 14:58

Habeck attackiert FDP vor entscheidender Parteitagswahl

Habeck: Kubicki wird die FDP nicht zur liberalen Kraft machen

Habeck attackiert FDP vor entscheidender Parteitagswahl

Grünen-Chef Robert Habeck kritisiert FDP vor Parteitagswahl

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Vor der anstehenden Wahl des Parteivorsitzenden hat Robert Habeck, Co-Vorsitzender der Grünen, die Freie Demokratische Partei (FDP) scharf kritisiert. Im Gespräch mit dem Spiegel warf er der FDP vor, es nicht zu schaffen, zur liberalen Kraft zu werden, die Deutschland brauche. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die FDP an diesem Wochenende über ihre neue Führung abstimmt.

Auf dem Bundesparteitag am Samstag wird die FDP ihren neuen Vorstand wählen. Wolfgang Kubicki, der derzeitige kommissarische Vorsitzende, ist der einzige Kandidat für den Parteivorsitz. Habeck räumte ein, dass Kubickis Kurs der Partei zwar kurzfristige Erfolge bescheren könnte.

Laut Habeck könnte Kubicki der FDP zwar Stimmen von der rechtspopulistischen AfD und der Unionspartei CDU/CSU abringen. Doch zweifelt er daran, dass es Kubicki gelingt, die FDP zu einer wirklich einflussreichen liberalen Partei umzuformen. Habeck sieht in Deutschland eine „offensichtliche Lücke“, wo eigentlich eine starke liberale Kraft stehen sollte – eine Lücke, die keine andere politische Gruppe füllen könne.

Zwar betonte Habeck die Notwendigkeit einer starken liberalen Stimme in der deutschen Politik, machte aber deutlich, dass die FDP unter Kubicki diese Erwartungen nicht erfüllen werde. Seine Aussagen spiegeln eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft des Liberalismus im Land wider.

Die Abstimmung über die FDP-Führung wird entscheiden, ob Kubicki die Partei vollständig übernehmen wird. Habecks Kritik unterstreicht die anhaltende Skepsis, ob es der FDP gelingt, sich als prägende liberale Kraft neu zu erfinden. Das Ergebnis des Parteitags könnte die Rolle der FDP in der deutschen Politik für die kommenden Jahre maßgeblich prägen.

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