29 April 2026, 06:40

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Senkt Steuern für die Reichen und große Unternehmen noch weiter." anzeigt.

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Co-Vorsitzender des Wirtschaftsflügels der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Der Plan sieht vor, Vermögen von über 100 Millionen Euro mit einem jährlichen Satz von etwa 2 Prozent zu belasten. Haeusgen argumentiert, dass diese Maßnahme helfen würde, jüngste Kürzungen bei Sozialleistungen auszugleichen und gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilität zu stärken.

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Haeusgen, der selbst Miteigentümer eines mittelständischen Unternehmens mit einem Umsatz von rund 500 Millionen Euro ist, könnte von der Steuer persönlich betroffen sein. Sein Vorschlag enthält einen zentralen Kompromiss: Steuerzahler sollen inländische Kapitalertrags- und Einkommensteuern mit der Vermögensabgabe verrechnen können. Diese Anpassung zielt darauf ab, die Akzeptanz zu erhöhen und Bedenken bei wohlhabenden Bürgern zu zerstreuen.

Von 2020 bis 2024 führte Haeusgen den konservativen Verband der Maschinenbauindustrie (VDMA). Seit Mitte 2025 leitet er gemeinsam mit Marie-Luise Wolff den Wirtschaftsflügel der Grünen. Sein jüngster Vorstoß für höhere Besteuerung großer Vermögen fällt mit Kritik an der Regierungspolitik bei den steigenden Spritpreisen zusammen, die er als "planlose Hilfsmaßnahmen" bezeichnete.

Die Steuer ist so konzipiert, dass sie das Stammvermögen selbst bei deutlichem Vermögenswachstum nicht aushöhlt. Haeusgen hofft zudem, mit dem Plan enttäuschte Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) sowie umweltbewusste Unternehmer anzusprechen.

Die vorgeschlagene Vermögenssteuer würde eine jährliche Abgabe von 2 Prozent auf Vermögen über 100 Millionen Euro erheben. Haeusgens Ansatz sieht Steueranrechnungen vor, um die Zustimmung zu verbessern. Sollte die Reform umgesetzt werden, könnte sie die fiskalpolitische Debatte neu prägen und gezielt die reichsten Bürger Deutschlands in die Pflicht nehmen.

Quelle