Grüne Wärme für 100.000 Leipziger: Pipeline verbindet Chemiepark Leuna mit der Stadt
Senta ScheelRohrleitungssystem für Fernwärmerückleitung aus Leuna stammt aus Thüringen - Grüne Wärme für 100.000 Leipziger: Pipeline verbindet Chemiepark Leuna mit der Stadt
Bis 2028 soll ein großes neues Fernwärmeprojekt den Chemiestandort Leuna mit Leipzig verbinden. Eine 19 Kilometer lange Pipeline wird dann rund 100.000 Leipziger Haushalte mit Wärme versorgen, die aus bisher ungenutzter Abwärme gewonnen wird. Wichtige Komponenten für das System werden in Thüringen gefertigt.
Das Rohrleitungssystem inklusive Bögen und Dichtungen stellt die Isoplus Fernwärmetechnik in ihrem Werk in Sondershausen her. Rund 8.000 Einzelteile werden montagefertig geliefert. Der Zulieferer dieser Bauteile war laut verfügbaren Unterlagen Stand Dezember 2025 noch nicht öffentlich benannt.
Das Projekt nutzt überschüssige Prozesswärme aus dem Industriepark Leuna und leitet sie in das Leipziger Fernwärmenetz um. Ab 2028 soll die Anlage eine nachhaltige Wärmeversorgung für einen beträchtlichen Teil der Leipziger Bevölkerung bieten.
Die neue Pipeline ist ein wichtiger Schritt zur Nutzung industrieller Abwärme für die städtische Wärmeversorgung. Mit der bereits laufenden Produktion in Thüringen soll die Infrastruktur in drei Jahren voll betriebsbereit sein. Nach Fertigstellung werden etwa 100.000 Leipziger Haushalte direkt von dem Vorhaben profitieren.
