29 June 2026, 14:23

Grüne reformieren Umgang mit Belästigungsvorwürfen nach Gelbhaar-Skandal

Grüne Party setzt neue Regeln gegen sexuelle Belästigung

Grüne reformieren Umgang mit Belästigungsvorwürfen nach Gelbhaar-Skandal

Die Grünen haben ein neues Statut zum Umgang mit sexueller Belästigung eingeführt. Der Schritt erfolgt ein Jahr, nachdem eine interne Kommission die Handhabung des Falls Stefan Gelbhaar durch die Partei scharf kritisiert hatte. Im Bericht der Kommission wurden gravierende Mängel in den bisherigen Verfahren aufgezeigt.

Vor einem Jahr deckte eine interne Überprüfung schwerwiegende Defizite im Ombudsverfahren der Partei auf. Das Verfahren mangelte es an klaren verfahrensrechtlichen Standards und präzisen Definitionen. Dies führte dazu, dass der Prozess für politische Zwecke missbraucht wurde und Gelbhaar sich nicht angemessen verteidigen konnte. Gelbhaar hatte sich nach aufgetauchten Belästigungsvorwürfen aus dem Rennen um die Direktkandidatur im Berliner Bezirk Pankow für die Bundestagswahl 2021 zurückgezogen.

Mit den neuen Regeln hat die Partei die Aufgaben ihrer internen Gremien neu definiert. Beschwerdeausschüsse konzentrieren sich künftig auf Vermittlung statt auf Sanktionen. Disziplinarmaßnahmen werden von den parteiinternen Schiedsgerichten behandelt. Das Statut sieht zudem Maßnahmen vor, um Interessenkonflikte zu vermeiden und die Vertraulichkeit zu wahren.

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In Fällen mit möglichem strafrechtlichem Hintergrund werden Betroffene an externe Beratungsstellen verwiesen. Ihnen wird außerdem ihr Recht aufgerichtliche Schritte aufgezeigt.

Das neue Statut soll mehr Klarheit und Fairness in die internen Abläufe bringen. Es schafft deutlichere Abgrenzungen zwischen den Parteigremien und ihren Zuständigkeiten. Die Änderungen basieren auf den Lehren aus dem Fall Gelbhaar und den Erkenntnissen der Kommission.

Quelle