Grüne fordern schärfere EU-Regeln für Lithiumabbau in Sachsen
Gesa EigenwilligGrüne fordern strenge Regeln für die Rohstoffgewinnung - Grüne fordern schärfere EU-Regeln für Lithiumabbau in Sachsen
Neue Lithiummine in Sachsen: Grüne fordern strengere Umweltauflagen in Europa
Im sächsischen Altenberg könnte bald eine neue Lithiummine in Betrieb gehen. Die Zinnwald Lithium GmbH plant, dort jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Erz zu fördern – ein Projekt mit einer voraussichtlichen Laufzeit von 70 Jahren. Die Grünen fordern angesichts der Pläne schärfere Umwelt- und Regulierungsstandards in Europa. Die bisherige Aufsicht auf Landesebene reiche nicht aus, heißt es; stattdessen brauche es klarere Vorschriften für einen nachhaltigen Bergbau in ganz Deutschland und der EU.
Marko Uhlig, Geschäftsführer der Zinnwald Lithium GmbH, bezeichnet das Vorhaben als „nachhaltig, umweltschonend und risikoarm“. Die Verarbeitung des Erzes soll neun Kilometer entfernt in Liebenau erfolgen, um die Belastung vor Ort zu verringern. Dennoch gibt es Bedenken: Die Grünen warnen vor möglichen Folgen für die Wasserversorgung und das benachbarte, zum UNESCO-Welterbe zählende Erzgebirge/Krušné hory.
Die Partei drängt auf umfassende Umweltgutachten, eine engere Zusammenarbeit mit Tschechien sowie eine stärkere Kontrolle durch die sächsischen Behörden. Zudem fordert sie eine Bundesbeteiligung, da die bisherigen landesweiten Regelungen als unzureichend gelten. Transparenz spielt eine zentrale Rolle: Die Grünen verlangen öffentlichen Zugang zu Überwachungsdaten und eine stärkere Bürgerbeteiligung bei Entscheidungsprozessen.
Über Altenberg hinaus setzen sich die Grünen für grundlegende Reformen in Europa ein. Ihr Ziel sind EU-weite Standards, die den Lithiumabbau an ökologische Kriterien, nachhaltiges Wassermanagement und soziale Schutzmaßnahmen knüpfen. So soll sichergestellt werden, dass der Rohstoffabbau sowohl Naturlandschaften als auch lokale Gemeinschaften schützt.
Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, würde dies eine strengere Bundes- und EU-Aufsicht über Projekte wie das in Altenberg bedeuten. Die neuen Regeln könnten die Förderung von Lithium und anderen Rohstoffen in Deutschland grundlegend verändern – mit möglichen Auswirkungen auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Umweltschutz in der Region.
