Gil Ofarims Dschungel-Drama: Warum seine Entschuldigungen niemand überzeugten

Sibilla Hartung
Sibilla Hartung
2 Min.
Ein Mann in einem Anzug steht auf einer Bühne, lächelt und klatscht, mit einem Schild im Hintergrund, auf dem "The Voice" steht.Sibilla Hartung

Gil Ofarim entschuldigt sich diskret bei Dschungelcamp-Wiedervereinigungsshow - Gil Ofarims Dschungel-Drama: Warum seine Entschuldigungen niemand überzeugten

Gil Ofarims Auftritt bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! endete nicht mit der Dschungelkrone, sondern in einem Eklat. Der Sänger, der gehofft hatte, sein Image in der Öffentlichkeit aufpolieren zu können, sah sich immer wieder Kritik an seinen Äußerungen und seinem Verhalten ausgesetzt. Trotz einer letzten, halbherzigen Entschuldigung blieben Zweifel an seiner Aufrichtigkeit noch lange nach Ende der Show bestehen.

In den letzten Tagen im Dschungelcamp kämpfte Ofarim darum, seine früheren Aussagen zu rechtfertigen. Auf Nachfrage zu seinen fragwürdigen Bemerkungen schob er Müdigkeit und Hunger als Grund für seine "unglücklichen" Formulierungen vor. Seine Körpersprache verriet dabei, wie sehr er die Show möglichst schnell hinter sich bringen wollte.

Im Anschluss an die Hauptsendung bot Ofarim eine wenig überzeugende Entschuldigung für seine "missglückten Wortwahlen" an. Seine Stellungnahme ähnelte dabei stark dem, was er bereits im Camp und in einem früheren RTL-Interview mit Frauke Ludowig gesagt hatte. Zudem behauptete er, lediglich Zitate aus einem Stern-Bericht über Überwachungsaufnahmen wiedergegeben zu haben – eine Rechtfertigung, die seine Kritiker kaum besänftigte.

Hinter den Kulissen geriet das Produktionsteam unter Druck, weil es Ofarims Aussagen nicht früher thematisiert hatte. Produzent Jan Köppen räumte ein, dass weder er noch die RTL-Redaktion die problematischen Äußerungen während der Live-Sendungen korrigiert hätten. Unterdessen könnten die wiederholten Auseinandersetzungen zwischen Ofarim und Mitkandidatin Ariel dessen Bekanntheitsgrad unfreiwillig gesteigert haben.

Am Ende landete Ofarim nach einer Neuabstimmung auf dem letzten Platz der internen Camp-Wertung – statt seiner wurde Hubert Feller zum Dschungelkönig gekürt. Beobachter mutmaßten, Ofarims Teilnahme habe weniger dem Sieg als vielmehr der Beschaffung von Startkapital für einen Neuanfang gedient. Doch öffentliche Belege dafür, dass er die Show als Sprungbrett für eine Rückkehr zur Musik oder zum Film nutzen wollte, gibt es nicht.

Ofarim verließ den Dschungel weder als König noch mit einer Klärung der Kontroversen, die ihn umgaben. Seine wiederholten Entschuldigungen und wechselnden Erklärungen taten wenig, um die anhaltenden Zweifel auszuräumen – besonders nach dem diffamierenden Video-Vorfall von 2021. Die Folgen der Show hinterlassen sein öffentliches Image so ungewiss wie zuvor.

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