Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des Anschlags von 2016
Sibilla HartungFußballturnier in München gedenkt der Opfer des Anschlags von 2016
Ein Fußballturnier in München ehrte die Opfer des Terroranschlags vom 22. Juli 2016
Am 6. Juni fand in München ein Fußballturnier statt, das den Opfern des Terroranschlags vom 22. Juli 2016 gedachte. Organisiert von Hasan Leyla, brachte die Veranstaltung Mannschaften zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken und das Bewusstsein für die Tragödie wachzuhalten. Im Mittelpunkt standen Anerkennung und Teilhabe – nicht der Wettbewerb.
Der Anschlag, zunächst als Amoklauf eines einzelnen, psychisch gestörten Täters beschrieben, wurde später als rechtsterroristische Tat eingestuft. An jenem Tag verloren zehn Menschen ihr Leben: Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ. Hasan Leyla, der Vater des Opfers Can Leyla, stellt seit Langem die ursprüngliche Darstellung infrage und kämpft weiterhin um Gerechtigkeit.
Das Turnier war Teil der Initiative „München erinnert“ und sollte zugleich Schwung für die Gedenkveranstaltungen zum zehnten Jahrestag 2026 schaffen. Unter den Opfern befand sich auch Guiliano Kollmann, ein leidenschaftlicher Fußballer, dessen ehemaliges Team die erste Auflage des Turniers zu seinen Ehren gewann. In diesem Jahr siegte die Mannschaft „OEZ erinnert“ – stellvertretend für alle, die ihr Leben verloren.
Die Veranstaltung war zugleich Hommage und Aufruf, das Gedenken fortzuführen. Durch die Nutzung des Fußballs als Plattform stellten die Organisatoren sicher, dass die Geschichten der Opfer im Mittelpunkt blieben. Die Vorbereitungen für den Jahrestag 2026 laufen bereits, wobei das Turnier eine zentrale Rolle dabei spielt, ihr Vermächtnis lebendig zu halten.






