Fünf neue Traditionen: Von Maßanzügen bis Bolzplatz-Fußball als Kulturerbe anerkannt
Gesa EigenwilligFünf neue Traditionen: Von Maßanzügen bis Bolzplatz-Fußball als Kulturerbe anerkannt
Deutschland hat fünf neue Traditionen in seine Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Zu den neuesten Eintragungen zählen die Herrenmaßschneiderei, die Ostseefischerei und das Straßenfußballspiel auf dem Bolzplatz. Staatsminister für Kultur Wolfram Weimer und die Deutsche UNESCO-Kommission gaben die Neuerungen gemeinsam bekannt.
Das handwerkliche Können der Herrenmaßschneiderei ist nun offiziell anerkannt. Diese Entscheidung hat Diskussionen darüber ausgelöst, wie sich die Tradition von ähnlichen Bräuchen in anderen europäischen Ländern abhebt. Sowohl Kritiker als auch Befürworter analysieren die besonderen Techniken und die kulturelle Bedeutung des Handwerks.
Neben der Maßschneiderei wurden vier weitere Bräuche in die Liste aufgenommen. Die Schausteller auf Volksfesten, bekannt für ihre lebhaften Auftritte, stehen nun unter dem Schutz des deutschen Kulturerbes. Auch die jährlichen Laternenumzüge zum Martinsfest im Rheinland, bei denen Kinder mit leuchtenden Laternen durch die Straßen ziehen, wurden gewürdigt.
Zwei weitere Neuzugänge spiegeln das alltägliche Gemeinschaftsleben wider. Die traditionelle Ostseefischerei, eine seit langem gepflegte regionale Praxis, wurde aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung aufgenommen. Gleichzeitig feiert der Straßenfußball auf dem Bolzplatz – kleinen, lokalen Spielfeldern – eine volksnahe Sporttradition, die im ganzen Land beliebt ist.
Mit den neuen Eintragungen steigt die Gesamtzahl der in Deutschland anerkannten Elemente des immateriellen Kulturerbes auf über 150. Diese Traditionen sollen künftig stärker geschützt und gefördert werden. Ziel der Verantwortlichen ist es, ihre prägende Rolle für die lokale und nationale Identität zu bewahren.






