Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Transformation als Rettungsanker
Senta ScheelFesto streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Transformation als Rettungsanker
Festo kündigt Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland an
Der familiengeführte Automatisierungsspezialist Festo mit Sitz in Esslingen hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Umsätze und wachsendem Druck durch globale Marktveränderungen. Nach Angaben der Unternehmensführung sollen die Maßnahmen eine umfassende Transformationsstrategie finanzieren, um das künftige Wachstum zu sichern.
Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent auf etwa 3,33 Milliarden Euro. Dies ist das dritte Jahr in Folge mit rückläufigen Verkäufen. Als Gründe für den Absatzrückgang nennen Verantwortliche die stärkere Konkurrenz aus Asien, anhaltende geopolitische Unsicherheiten sowie veränderte Branchenanforderungen.
Festo beschäftigt derzeit weltweit rund 20.600 Mitarbeiter, davon etwa 8.200 in Deutschland. Die Stellenstreichungen konzentrieren sich auf die Straffung der deutschen Standorte, um Mittel für Investitionen in Schlüsselbereiche freizusetzen. Dazu zählen Automatisierungstechnik, technische Bildung sowie nachhaltige Industrielösungen wie Bioreaktoren.
Bekannt für seine pneumatischen Systeme, Software und KI-gestützte Automatisierung, beliefert Festo Branchen wie die Lebensmittelverarbeitung, den Automobilbau und die Medizintechnik. Die geplante Umstrukturierung zielt darauf ab, die Position des Unternehmens als führender Anbieter in diesen Bereichen zu stärken und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.
Die Stellenabbaumaßnahmen werden die deutsche Belegschaft von Festo im Rahmen einer globalen Neuausrichtung verändern. Das Unternehmen erwartet, dass die Veränderungen langfristiges Wachstum in den Bereichen Automatisierung und technische Ausbildung fördern. Bisher wurden jedoch weder ein konkreter Zeitplan für die Stellenstreichungen noch weitere Details zum Umstrukturierungsprozess genannt.






