Festnahme an deutsch-tschechischer Grenze: Cannabis und offener Haftbefehl
Gesa EigenwilligFestnahme an deutsch-tschechischer Grenze: Cannabis und offener Haftbefehl
Ein 48-jähriger Ungar wurde an der deutsch-tschechischen Grenze festgenommen, nachdem die Polizei einen offenen Haftbefehl gegen ihn entdeckt hatte. Die Kontrolle erfolgte in Reitzenhain, wo Beamte bei einer Routineüberprüfung zudem Cannabis in seinem Besitz fanden. Der Mann war auf dem Weg von Tschechien nach Deutschland, als die Grenzpolizei eine Kontrolle durchführte. Bei der Durchsuchung seines Gepäcks wurden mehrere Cannabisblüten sowie eine Mühle entdeckt. Da der Import und Export von Cannabis in Deutschland weiterhin verboten ist, beschlagnahmten die Beamten die Substanzen umgehend. Weitere Überprüfungen ergaben, dass gegen den Mann ein aktiver Haftbefehl wegen einer früheren Verurteilung vorlag. Er war wegen Fahrens ohne Führerschein verurteilt worden und hatte weder eine Geldstrafe in Höhe von 3.600 Euro beglichen noch eine 90-tägige Haftstrafe angetreten. Die Polizei nahm ihn vor Ort fest und überstellte ihn in Gewahrsam. Der Einsatz wurde von der Bundespolizeiinspektion Chemnitz im Rahmen der wiederaufgenommenen Grenzkontrollen durchgeführt. Die Behörden haben den Namen des für die Festnahme verantwortlichen Beamten nicht bekannt gegeben. Dem Mann drohen nun rechtliche Konsequenzen sowohl wegen des offenen Haftbefehls als auch wegen des Cannabisverstoßes. Die beschlagnahmten Drogen verbleiben in Polizeigewahrsam, und er muss sich wegen der noch nicht vollstreckten Verurteilung vor Gericht verantworten. Die Grenzkontrollen in der Region werden im Rahmen der verstärkten Sicherheitsmaßnahmen fortgesetzt.
