Felix Kummer fordert mehr Mut gegen Rechts im Chemnitzer Kulturjahr
Sibilla HartungFelix Kummer fordert mehr Mut gegen Rechts im Chemnitzer Kulturjahr
Kraftklub-Sänger hofft auf deutlichere Haltung gegen Rechts in Chemnitz
Teaser: Felix Kummer, Sänger von Kraftklub, kennt Chemnitz wie seine Westentasche. Was ihm während des Kulturhauptstadtjahres fehlte – und warum er „Schmetterlinge im Bauch“ hatte.
Felix Kummer, Frontmann der Chemnitzer Band Kraftklub, hat ein Resümee des Kulturhauptstadtjahres seiner Heimatstadt Chemnitz gezogen. Zwar lobte er die Energie von Veranstaltungen wie dem Kosmos-Festival, forderte aber gleichzeitig eine klarere Positionierung gegen rechtsextreme Strömungen in Chemnitz. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Band ein neues Album vorbereitet, das von Chemnitz’ Vergangenheit inspiriert ist.
Kummer hob das Kosmos-Festival als persönlichen Höhepunkt des Kulturprogramms hervor. Es sei ein beflügelndes und elektrisierendes Erlebnis für alle gewesen, die die Stadt Chemnitz mitgestalten, so der Musiker. Dennoch stellte er infrage, ob die Veranstaltungen des Jahres ausreichend gegen Rechtsextremismus in Chemnitz vorgehen – und kritisierte, dass oft auf allgemeine Debatten statt auf konkrete Maßnahmen gesetzt werde.
Kummers Worte spiegeln die Spannung zwischen Feierlaune und politischem Engagement während des Chemnitzer Kulturhauptstadtjahres wider. Das Kosmos-Festival habe zwar Begeisterung geweckt, doch er betont: Es müsse mehr getan werden, um Extremismus in Chemnitz entschlossen zu begegnen. Unterdessen hält die Band mit ihrem neuen Album die Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte von Chemnitz lebendig.
