16 March 2026, 00:42

Felix Klein kritisiert Gil Ofarim für erneute Zweifel an falschen Antisemitismusvorwürfen

Eine Hand hält ein Schild mit der Aufschrift "Stoppt den Verbrecher" mit einer Gruppe von Menschen im Hintergrund, die Fahnen schwenken, und Text auf dem Plakat, der die Verwendung von menschlichem Haar befürwortet.

Felix Klein kritisiert Gil Ofarim für erneute Zweifel an falschen Antisemitismusvorwürfen

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat den Musiker Gil Ofarim für dessen jüngste Äußerungen scharf kritisiert. Die Bemerkungen, die Ofarim während eines Auftritts bei 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' machte, haben die Kontroverse um seine früheren falschen Antisemitismusvorwürfe erneut entfacht. Klein wirft dem Sänger vor, mit seinem Verhalten der jüdischen Gemeinschaft realen Schaden zugefügt zu haben.

2021 behauptete Ofarim, in einem Leipziger Hotel Opfer antisemitischer Beleidigungen geworden zu sein. Seine Anschuldigungen stellten sich später als falsch heraus, woraufhin er 2023 wegen Verleumdung verurteilt wurde. Obwohl er seine Aussagen zurücknahm und sich entschuldigte, deutete er kürzlich im Fernsehen an, die Überwachungsaufnahmen des Hotels könnten manipuliert worden sein.

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Felix Klein bezeichnete Ofarims Verhalten als 'Bärendienst' – einen 'Bärendienst' –, der das Vertrauen in echte Fälle von Antisemitismus untergräbt. Er fragte, warum der Sänger jetzt erneut Zweifel an dem Vorfall schüre, und spekulierte, dass andere Motive als Aufklärung im Spiel sein könnten.

Klein betonte, dass Ofarims wiederholte Behauptungen und spätere Rücknahmen das öffentliche Vertrauen in reale Opfer geschwächt hätten. Die Kritik des Beauftragten zeigt, wie nachhaltig sich falsche Vorwürfe auf den Kampf gegen Antisemitismus auswirken.

Ofarims jüngste Äußerungen haben sowohl von offizieller Seite als auch in der Öffentlichkeit scharfe Verurteilung erfahren. Der Fall verdeutlicht, wie grundlose Anschuldigungen die Bemühungen zur Bekämpfung von Diskriminierung insgesamt untergraben können. Kleins Stellungnahme unterstreicht die Notwendigkeit, zur Verantwortung gezogen zu werden, wenn falsche Beschuldigungen die wirklichen Kämpfe von Betroffenen in den Hintergrund drängen.

AKTUALISIERUNG

Ofarims Anwalt reagiert auf Dschungelcamp-Vorwürfe: Juristische Risiken drohen?

Gil Ofarims Anwalt hat auf die jüngsten Aussagen des Sängers im Dschungelcamp reagiert, in denen die Integrität der Video-Beweise seines Prozesses von 2023 infrage gestellt wurde. Das Rechtsteam muss nun mit möglichen Konsequenzen rechnen:

  • Der Anwalt bestätigte die Vorwürfe, betonte jedoch, dass "keine Beweise für Manipulationen" vorliegen.
  • Ofarims 10.000 Euro Strafe aus dem ursprünglichen Verfahren bleibt weiterhin durchsetzbar, falls neue Vorwürfe als haltlos erachtet werden.
  • Experten warnen davor, dass wiederholte Zweifel an gerichtlich verifizierten Beweisen neue rechtliche Schritte nach sich ziehen könnten.