02 May 2026, 06:25

Ex-Politiker fordern deutsch-amerikanische Allianz gegen Trumps Kurswechsel

Karte der NATO-Erweiterung von 1949 bis heute, die die Erweiterung der Organisation in verschiedenen Regionen über 73 Jahre hinweg zeigt.

Ex-Politiker fordern deutsch-amerikanische Allianz gegen Trumps Kurswechsel

Zwei ehemalige hochrangige Politiker haben zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA aufgerufen, um der Politik von Präsident Donald Trump entgegenzuwirken. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, ein früherer US-Botschafter, argumentieren, dass Trumps Vorgehen die transatlantischen Beziehungen schwächt und demokratische Institutionen untergräbt. Zu ihren Vorschlägen gehören gemeinsame Anstrengungen zur Reform des UN-Sicherheitsrats sowie die Wiederherstellung des Vertrauens in die Rechtsstaatlichkeit.

Heusgen und Murphy kritisieren, dass Trump Europa eher als Gegner denn als Verbündeten behandelt. Sie verweisen auf seine wiederholten Zweifel an der Bindung der USA an die NATO sowie seine konfrontative Haltung in Handelssachen. Die Autoren warnen, dass solche Politiken dem langfristigen Bündnis zwischen den USA und Europa schweren Schaden zufügen könnten.

In innenpolitischen Fragen weisen sie auf Trumps Versuche hin, die Gewaltenteilung auszuhebeln – etwa durch Druck auf die Justiz und die Besetzung zentraler Bundespositionen mit Gefolgsleuten. Die Politiker betonen, dass einseitiges Handeln beiden Nationen schade und die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit besser ihren Interessen diene.

Mit Blick auf die Zukunft äußern sie sich optimistisch über die Chancen der Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2022. Ein Sieg im Repräsentantenhaus – und möglicherweise auch im Senat – könnte die US-Politik wieder in Richtung Kooperation lenken. Zudem gehen sie davon aus, dass ein künftiger demokratischer Präsident das transatlantische Bündnis neu beleben und fairere Handelsbeziehungen mit der EU anstreben würde.

Um die globale Governance zu stärken, schlagen Heusgen und Murphy eine gemeinsame deutsch-amerikanische Initiative zur Reform des UN-Sicherheitsrats vor. Statt auf permanente Sitze zu drängen, empfehlen sie ein realistischeres Modell halbpermanenter Mitgliedschaften. Dieser Ansatz, so ihre Argumentation, könnte die notwendige Unterstützung anderer Staaten sichern.

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Die Empfehlungen der Autoren konzentrieren sich auf konkrete Schritte, um die Zusammenarbeit zwischen den USA und Europa wiederherzustellen. Ihr Aufruf zur Reform des UN-Sicherheitsrats zielt darauf ab, die globale Governance inklusiver zu gestalten. Gleichzeitig spiegelt ihr Vertrauen in demokratische Erfolge die Hoffnung auf eine Rückkehr zu multilateraler Diplomatie wider.

Quelle