26 January 2026, 16:53

Ex-Planer wirft der Tagesschau politische Einseitigkeit und mangelnde Vielfalt vor

Eine schwarz-weiße Zeitungsseite mit einer Liste von Gegenständen, Text und einem Logo, die darauf hindeutet, dass es sich um eine Redaktion handelt.

Ex-Planer wirft der Tagesschau politische Einseitigkeit und mangelnde Vielfalt vor

Eine aktuelle Diskussion in Meißen hat Deutschlands meistgesehene Nachrichtensendung, die Tagesschau, in die Kritik gerückt. Der ehemalige Tagesschau-Planer Alexander Teske, heute Autor, übte scharfe Kritik an der Redaktion des Formats und warf ihr politische Einseitigkeit sowie mangelnde Bodenhaftung vor. Trotz hoher Einschaltquoten verzeichnet die 20-Uhr-Ausgabe weiterhin rund zehn Millionen Zuschauer – ein Marktanteil von 40 Prozent.

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Bei der Veranstaltung in Meißen erläuterte Teske zunächst, wie die Tagesschau ihre Themen auswählt und aufbereitet. Er argumentierte, die Redaktion sei in ihrer Zusammensetzung zu wenig vielfältig: Zu wenige Mitarbeiter stammten aus Ostdeutschland oder hätten Behinderungen – was sich auf die Berichterstattung auswirke.

Das Publikum reagierte skeptisch; nur eine Handvoll Gäste gab an, die Tagesschau regelmäßig zu schauen. Viele schlossen sich Teskes Frage an, ob die Sendung ein ausreichend breites Meinungsspektrum abbilde. Die Debatte wurde lebhaft, als es um Transparenz, ausgewogene Berichterstattung und die Wege in die Tagesschau-Redaktion ging. Teskes zentraler Vorwurf: Die homogene Besetzung führe zu mangelnder Empathie im Team. Diese Enge sorge für eine Berichterstattung, die weite Teile der Bevölkerung nicht mehr erreiche. Seine Äußerungen lösten eine weitere Diskussion darüber aus, wie das Format unterschiedliche Perspektiven besser abbilden könnte.

Der Abend machte deutlich, dass die Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der Tagesschau wächst – und das, obwohl sie nach wie vor die führende Nachrichtenquelle Deutschlands bleibt. Teske forderte vor allem eine diverser aufgestellte Redaktion, um Verständnis und Ausgewogenheit in der Berichterstattung zu stärken. Künftig könnte das Format damit nicht nur öffentlich, sondern auch fachlich stärker unter die Lupe genommen werden.