Ex-Ministerin Karawanskij wechselt als Beraterin zur Linksfraktion im Bundestag
Gabriel HethurNeuer Job für ehemalige Thüringer Ministerin - Ex-Ministerin Karawanskij wechselt als Beraterin zur Linksfraktion im Bundestag
Susanna Karawanskij, Thüringens ehemalige Ministerin für Infrastruktur, darf einen neuen Job als politische Beraterin bei der Bundestagsfraktion der Linkspartei antreten. Der Landesregierungskabinett billigte ihren Wechsel offiziell am 20. Januar 2026. Dies folgt auf eine Prüfung ihrer Karenzzeit nach dem Ausscheiden aus der Regierung.
Karawanskij war von September 2021 bis Dezember 2024 Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft. Ihr Rücktritt erfolgte nach der Landtagswahl 2024, bei der die rot-rot-grüne Koalition von einer sogenannten „Brombeer-Koalition“ abgelöst wurde.
Nach den Thüringer Regelungen müssen ehemalige Minister den Freistaat informieren, wenn sie innerhalb von 24 Monaten nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt eine Tätigkeit in der Privatwirtschaft aufnehmen wollen. Ein spezieller Ausschuss prüft dann, ob eine verpflichtende Karenzzeit greift – wie zuvor im Fall von Benjamin-Immanuel Hoff, dem ehemaligen Chef der Staatskanzlei. Im Fall Karawanskijs bestätigten das Landesregierungskabinett und die Staatskanzlei ihren Wechsel nach Empfehlung des Gremiums.
Sie wird nun als politische Beraterin für die Bundestagsfraktion der Linken arbeiten. Ihr Aufgabenbereich liegt in der Koordination zwischen Bund und Ländern.
Karawanskijs Ernennung tritt sofort in Kraft. Die Entscheidung ermöglicht ihr den direkten Einstieg in die Beraterposition ohne weitere Auflagen. Das Genehmigungsverfahren des Landes stellt sicher, dass die Thüringer Regeln für die Zeit nach einer Regierungsmitgliedschaft eingehalten werden.
