EVO schließt Pelletwerk in Offenbach bis Ende 2026 endgültig
Energieversorgung Offenbach AG (EVO) stellt Pelletwerk bis Ende 2026 ein
Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) wird ihr Pelletwerk bis Ende 2026 schließen. Die Entscheidung folgt auf finanzielle Belastungen und einen sich wandelnden Energiemarkt. Das Gelände soll später abgerissen werden, um Platz für neue Entwicklungen zu schaffen.
Für die Schließung des Werks waren steigende Kosten und niedrige Verkaufspreise ausschlaggebend. Die Ausgaben für Rohstoffe und Logistik sind stark angestiegen, während die Nachfrage nach Holzpellets zurückgegangen ist. Zudem hat der zunehmende Einsatz von Wärmepumpen den Bedarf an pelletbasierten Heizsystemen verringert.
EVO prüfte Möglichkeiten, den Betrieb aufrechtzuerhalten, fand jedoch keine wirtschaftlich tragfähige Lösung. Die Anlage ist auf extern bezogenes Sägemehl angewiesen, das nach Offenbach transportiert werden muss – was die Kosten zusätzlich in die Höhe treibt. Da sich keine nachhaltige Perspektive abzeichnete, bestätigte das Unternehmen das endgültige Schließungsdatum auf den 31. Dezember 2026.
Im Werk sind 17 Mitarbeiter beschäftigt, ein kleiner Teil der rund 690 Beschäftigten bei EVO. Das Unternehmen sicherte individuelle Unterstützung für die betroffenen Angestellten zu, darunter innerbetriebliche Umsetzungen oder Hilfe bei der beruflichen Neuorientierung. In den vergangenen Jahren hat EVO über 40 neue Stellen geschaffen, vor allem im Netzbetrieb, was die Auswirkungen der Schließung teilweise abfedert.
Der Abriss des Werks ist für 2027 geplant. Das freigeräumte Gelände soll anschließend neu entwickelt werden und könnte neue gewerbliche und industrielle Ansiedlungen in die Region bringen.
Das Pelletwerk wird seinen Betrieb Ende 2026 einstellen. Mit dem Rückbau 2027 entsteht Raum für zukünftige Nutzungen. Den betroffenen Mitarbeitern wird maßgeschneiderte Unterstützung für den Übergang angeboten.






