11 January 2026, 14:47

EU und Mercosur besiegeln historisches Handelsabkommen mit globaler Reichweite

Ein Nahaufnahme eines Personalausweises mit der amerikanischen Flagge und dem Text "Kritische Lizenz" auf der Vorderseite.

Minister: Mercosur Deal Gut für Thüringen - EU und Mercosur besiegeln historisches Handelsabkommen mit globaler Reichweite

Die Europäische Union und der Mercosur-Block haben ein bedeutendes Handelsabkommen finalisiert. Diese Vereinbarung schafft die größte Freihandelszone der Welt und umfasst über 700 Millionen Menschen. Ziel ist es, Zölle abzubauen und europäischen Unternehmen neue Märkte zu eröffnen.

Das Abkommen konzentriert sich auf die Reduzierung von Handelsbarrieren zwischen der EU und den Mercosur-Staaten, zu denen Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gehören. Europäische Exporteure – insbesondere aus der Landwirtschaft – erhalten so besseren Zugang zu den südamerikanischen Märkten. Schutzklauseln wurden aufgenommen, um EU-Produzenten vor Preisdruck zu bewahren.

Während der Verhandlungen wurden Anpassungen vorgenommen, um Bedenken europäischer Landwirte zu berücksichtigen. So wurden Obergrenzen für die Einfuhr südamerikanischer Agrarprodukte eingeführt, um Ängste vor unlauterem Wettbewerb zu mildern. Frühere Proteste in Deutschland, etwa in Thüringen, hatten die Sorge vor billigen Importen, die heimische Erzeuger verdrängen könnten, deutlich gemacht. Das Abkommen soll zudem die wirtschaftliche Abhängigkeit Europas von China und den USA verringern. Es sichert den Zugang zu wichtigen Rohstoffen wie Lithium, die für Branchen wie die Elektroauto-Produktion unverzichtbar sind.

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Thüringen bereitet sich darauf vor, die Chancen des Abkommens zu nutzen. Für Ende 2026 ist eine Delegationsreise in die Mercosur-Region geplant, um wirtschaftliche Möglichkeiten auszuloten. Die Landesregierung will die Handelsbeziehungen zu Südamerika neu beleben, die in den letzten Jahren an Intensität verloren haben. Welche Länder konkret besucht werden, steht noch nicht fest.

Das Mercosur-Abkommen wird Thüringen und anderen EU-Regionen wirtschaftliche Vorteile bringen. Es erweitert die Handelsoptionen und sichert den Zugang zu Schlüsselressourcen. Die geplante Delegationsreise des Freistaats soll Unternehmen helfen, in den kommenden Jahren neue Partnerschaften aufzubauen.