05 June 2026, 11:16

EU führt neue Zollgebühren für Onlinebestellungen aus Drittländern ein

Ab dem 1. Juli: Online-Einkauf bei Händlern außerhalb der EU wird teurer

EU führt neue Zollgebühren für Onlinebestellungen aus Drittländern ein

EU-Onlinekäufer müssen sich auf zusätzliche Kosten bei Bestellungen aus Drittländern einstellen. Ab dem 1. November 2026 fällt auf Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro eine neue Zollgebühr an. Weitere Verschärfungen sind ab 2028 geplant, die dann alle Importe unabhängig vom Preis betreffen werden.

Schon seit dem 1. Juli 2023 sind Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU teurer geworden. Die aktuellen Änderungen sind jedoch nur ein Vorspiel für die kommenden strengeren Regelungen.

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Ab November 2026: Pauschalgebühr auf Kleinstsendungen Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro werden dann mit einer pauschalen Zollabfertigungsgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie belegt. Die genaue Höhe der Abgabe legt die Europäische Kommission fest. Zudem können Logistikdienstleister zusätzliche Servicegebühren für die Zollabwicklung erheben.

Ein Beispiel zeigt die Auswirkungen: Ein Handyhülle für 7 Euro könnte nach allen Gebühren fast 20 Euro kosten. Ab etwa 2028 wird es noch strenger – dann fallen Zollgebühren bereits ab dem ersten Cent auf alle Sendungen an.

Innerhalb der EU: Meist keine Abgaben – außer bei Genussmitteln Innerhalb des Binnenmarkts entfallen in der Regel Steuern und Zölle, außer bei bestimmten Waren wie Kaffee, Alkohol oder Tabak. Doch beim Kauf aus Drittländern drohen nicht nur höhere Kosten: Verbraucher haben oft schlechteren Rechtsschutz und Probleme bei Rücksendungen. Behörden raten, vor dem Kauf die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen unbekannter Händler genau zu prüfen.

Fazit: Cross-Border-Shopping wird teurer und komplizierter Käufer sollten sich auf Zusatzkosten für günstige Waren ab November 2026 und auf volle Zollabgaben ab 2028 einstellen. Wer die Geschäftsbedingungen der Händler sorgfältig liest und mögliche Gebühren im Blick behält, kann böse Überraschungen vermeiden.

Quelle