08 May 2026, 04:26

EnviaM kämpft mit Rekordnachfrage nach Netzanschlüssen und stabilen Gaspreisen

Tortendiagramm, das den globalen Verbrauch an erneuerbaren Energien im Jahr 2008 zeigt, mit Abschnitten für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Hydro, Heißwasser, Heizung, Biomasse, Solar, Geothermie und Biokraftstoffe.

EnviaM kämpft mit Rekordnachfrage nach Netzanschlüssen und stabilen Gaspreisen

EnviaM verzeichnet einen Ansturm auf Netzanbindungen – über 100 Anfragen täglich

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Energiedienstleister EnviaM, der rund 1,1 Millionen Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen versorgt, erlebt derzeit einen deutlichen Nachfrageanstieg nach Netzanschlüssen. Trotz steigender Marktpreise müssen Bestandskunden in diesem Jahr jedoch keine höheren Gaskosten fürchten.

Das Unternehmen kauft Gas bis zu drei Jahre im Voraus ein, um plötzliche Preissprünge abzufedern. Diese Strategie hat langjährige Kunden vor den jüngsten Preiserhöhungen geschützt, die durch die Krise im Nahen Osten ausgelöst wurden. Neukunden zahlen hingegen aufgrund der kurzfristigen Beschaffung aktuell 10 bis 15 Prozent mehr. Bundesweit sind die Gaspreise für Neuverträge seit Kriegsbeginn um etwa 20 Prozent gestiegen.

EnviaM erzeugt bereits mehr als die Hälfte seines Stroms aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie. Dennoch stockt der Umstieg auf grüne Wärmeversorgung: Erneuerbare Energien machen hier nur 18 Prozent des Angebots aus. 2025 verkaufte das Unternehmen deutlich mehr Gas als Strom – ein Trend, der sich im Vergleich zum Vorjahr umgekehrt hat.

Die Region zieht zudem große Investitionen an, darunter zwei große Rechenzentren von Amazon und der Schwarz Gruppe. Diese Projekte werden die Nachfrage nach zuverlässiger Energieinfrastruktur weiter steigern.

Durch die Vorabkäufe hält EnviaM die Kosten für Bestandskunden stabil, obwohl die Marktpreise steigen. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen aus, steht aber vor Herausforderungen bei der Umstellung auf grüne Wärme. Angesichts neuer Industrieprojekte wird die Nachfrage nach Netzanschlüssen voraussichtlich weiter hoch bleiben.

Quelle