20 December 2025, 14:28

Elektronische Patientenakten in Sachsen: Alltag mit Herausforderungen

Ein Tisch mit einem Telefon und Papieren darauf.

Elektronische Patientenakten in Sachsen: Alltag mit Herausforderungen - Elektronische Patientenakten in Sachsen: Alltag mit Herausforderungen

Elektronische Patientenakten in Sachsen: Alltag mit Hindernissen

Elektronische Patientenakten in Sachsen: Alltag mit Hindernissen

Elektronische Patientenakten in Sachsen: Alltag mit Hindernissen

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  1. Dezember 2025, 05:13 Uhr

Deutschland treibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran – ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Seit dem 1. Oktober 2025 sind elektronische Patientenakten (ePA) bundesweit verpflichtend. Ärztinnen und Ärzte müssen seitdem alle neuen Diagnosen und Befunde in das System eintragen. Doch in Sachsen kämpfen Kliniken weiterhin mit täglichen Herausforderungen, um mit der Umstellung Schritt zu halten.

Die Einführung der elektronischen Patientenakte soll die Versorgung verbessern, indem sie Ärzte, Apotheken und andere Leistungserbringer vernetzt. Rund 95 Prozent der Arztpraxen in Sachsen nutzen das System bereits, doch die Krankenhäuser hinken hinterher. Zwar haben fast alle mit der Planung begonnen, aber nur wenige in Modellregionen setzen es tatsächlich ein.

Auch Patientinnen und Patienten gewöhnen sich langsam an die Neuerung: Etwa 76.300 greifen bereits über die offizielle App auf ihre Akten zu, die Zahlen steigen mit jeder neuen Anmeldung. Die AOK Plus, Sachsens größte gesetzliche Krankenkasse, hat ihren Versicherten sogar automatisch eine ePA angelegt – sofern diese nicht widersprochen haben. Dennoch berichten Ärzte von anhaltenden Problemen: Technische Störungen und die Notwendigkeit, Daten manuell nachzutragen, bedeuten zusätzlichen Aufwand. Zudem gibt es noch immer Papierrezepte, da die E-Rezepte noch nicht flächendeckend eingeführt sind. Viele fordern eine bessere Anbindung an die bestehende Praxisssoftware, um den Übergang zu erleichtern.

Die verpflichtende Einführung der ePA bringt zwar Fortschritte – die meisten ambulanten Einrichtungen in Sachsen sind mittlerweile angeschlossen. Doch die Kliniken kämpfen weiterhin mit technischen und logistischen Hürden. Ob das System langfristig erfolgreich sein wird, hängt davon ab, ob es gelingt, diese alltäglichen Probleme zu lösen.