21 December 2025, 02:59

EKD: Regenbogenflagge sollte wehen, deutsche Flagge ist tabu

Eine Flagge an einem Mast vor einem klaren Himmel.

EKD: Regenbogenflagge sollte wehen, deutsche Flagge ist tabu

EKD: Regenbogenflagge soll wehen, Deutschlandflagge bleibt tabu

Teaser: Regenbogenflaggen sollen erlaubt sein – die Deutschlandflagge jedoch nicht. Die Evangelische Kirche ringt auf dem Dresdner Synodentreffen um ihre Flaggenidentität.

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Artikeltext: Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) überprüft ihre Regeln für Flaggen an Kirchengebäuden. Eine seit 1947 geltende Vorschrift erlaubt bisher nur die eigene Kirchenflagge – ein violettes Kreuz auf weißem Grund. Nun wird auf der dieswöchigen Synode in Dresden diskutiert, ob diese Regelung aktualisiert werden soll.

Seit Jahrzehnten hissen viele Gemeinden bereits Regenbogenflaggen neben dem offiziellen Kirchenbanner – trotz der bestehenden Bestimmung. Kirsten Fehrs, Vorsitzende des EKD-Rates, möchte diese Praxis nun offiziell verankern. Sie befürwortet eine Änderung, die Flaggen zulässt, die mit den Werten der Kirche vereinbar sind.

Michael Germann und Hans-Tjabert Conring haben einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der das alte Verbot aufheben soll. Ihr Vorschlag sieht vor, die Kirchenflagge als Hauptsymbol beizubehalten, aber zusätzliche Flaggen zu gestatten, sofern sie die Botschaft der Kirche widerspiegeln. Anna-Nicole Heinrich, Präsidentin der Synode, betont, dass jede gezeigte Flagge einen klaren Bezug zu den kirchlichen Werten haben müsse. Die Debatte endet am Mittwoch mit einer abschließenden Abstimmung. Die Delegierten müssen dann entscheiden, ob sie an der Regelung von 1947 festhalten oder neue Richtlinien für Flaggen beschließen.

Eine Entscheidung in dieser Woche könnte Regenbogenflaggen an Kirchen erstmals offiziell erlauben. Bei einer Zustimmung würde das neue Gesetz einen Bruch mit der 77 Jahre alten Vorschrift bedeuten. Das Ergebnis wird zeigen, welche Symbole künftig die Haltung der Kirche zu gesellschaftlichen Fragen repräsentieren dürfen.