21 December 2025, 19:17

DRYplatform startet: Batterieforschung bekommt Leuchtturm-Infrastruktur

Ein Föhn und Kabel auf einer weißen Oberfläche.

DRYplatform startet: Batterieforschung bekommt Leuchtturm-Infrastruktur

DRYplatform gestartet: Batterieforschung erhält Leuchtturm-Infrastruktur

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS eröffnet innovative Forschungsplattform

5. November 2025, 15:48 Uhr

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In Deutschland hat eine neue Forschungseinrichtung offiziell ihre Arbeit aufgenommen, die die Batterieproduktion revolutionieren soll. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS eröffnete am 3. November 2025 seine DRYplatform. Das mit 3,7 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt zielt darauf ab, die Lücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und industrieller Anwendung zu schließen.

Im Mittelpunkt der DRYplatform steht die Weiterentwicklung der Trockenschicht-Technologie für Batterieelektroden, wobei der DRYtraec-Prozess eine zentrale Rolle spielt. Dieses Verfahren verzichtet auf herkömmliche Nassbeschichtungsmethoden und bietet eine effizientere und nachhaltigere Alternative. Die Anlage verfügt über ein flexibles Mehrkammersystem mit Trockenluft, präzise Feuchtigkeitsregelung, Hochleistungsmischer sowie dedizierte Zelltesteinheiten.

Die Entwicklung der Plattform war mit Herausforderungen verbunden, darunter Lieferkettenunterbrechungen und steigende Energiepreise. Um diese zu bewältigen, waren über 40 separate Beschaffungs- und Installationsvorgänge notwendig. Trotz dieser Hindernisse kam das Projekt voran – unterstützt durch Kooperationen mit Partnern wie der Fraunhofer-Einrichtung für Batteriezellproduktion FFB. Die digitale Infrastruktur der Plattform ermöglicht eine nahtlose Zusammenführung von Inline- und Offline-Daten, sodass ein einheitliches System für alle Beteiligten entsteht – von Pulverlieferanten über Anlagenbauer bis hin zu Zellherstellern, die gemeinsam an der industriellen Umsetzung arbeiten.

Prof. Christoph Leyens, Direktor des Fraunhofer IWS, betonte die Bedeutung der Plattform für den beschleunigten Transfer von Laborergebnissen in die Serienproduktion. Bereits im September hatte Dr. Holger Althues vom Fraunhofer IWS das DRYtraec-Konzept auf dem Matthews Engineering Energy Summit in Vreden präsentiert. Zwar wurden für 2025 noch keine konkreten Betriebspartnerschaften bekannt gegeben, doch arbeitet das Institut weiterhin eng mit Industriepartnern zusammen. Ziel bleibt es, noch bis Jahresende eine auf DRYtraec basierende Produktionslinie in Betrieb zu nehmen.

Mit dem Start der DRYplatform festigt Deutschland seine führende Position in der Batterieforschung und -produktion. Die Einrichtung bietet eine gemeinsame Innovationsplattform, die den Maschinenbau und die frühe Einführung durch Zellhersteller unterstützt. Ihre strategische Bedeutung liegt in der Verkürzung von Entwicklungszeiten und der Förderung der branchenübergreifenden Zusammenarbeit.