28 December 2025, 20:46

DRK-Krankenhaus Chemnitz: Streik für bessere Löhne und Arbeitszeiten

Eine Person in der Mitte hält eine Schilder mit Aufschrift in der Hand, während andere Personen im Hintergrund Schilder halten, was auf eine Demonstration hinweist.

DRK-Krankenhaus Chemnitz: Streik für bessere Löhne und Arbeitszeiten

Beschäftigte des DRK-Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein haben einen ganztägigen Streik begonnen, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die von der Gewerkschaft Verdi organisierte Aktion startete am frühen Dienstagmorgen und soll bis in den späten Abend andauern. Die Krankenhausleitung versicherte jedoch, dass die Patientenversorgung während des Arbeitskampfes nicht beeinträchtigt werde.

Der Streik begann um 5:30 Uhr und wird voraussichtlich bis 22:00 Uhr dauern. Nach Angaben von Robins Rottloff, dem Streikleiter von Verdi, werden sich im Laufe des Tages etwa 80 Mitarbeiter beteiligen. Die Gewerkschaft will damit Arbeitgeber unter Druck setzen, die seit Langem ruhenden Lohnverhandlungen wieder aufzunehmen. Diese waren ins Stocken geraten, nachdem die Krankenhausleitung Verdi-Kompromissvorschläge ohne Gegenangebot abgelehnt hatte.

Verdis Forderungen umfassten eine Lohnerhöhung von acht Prozent, gestaffelt über 24 Monate. Zudem sollte die wöchentliche Arbeitszeit schrittweise von 40 auf 38,5 Stunden reduziert und die Bezahlung von Überstunden verbessert werden. Trotz dieser Zugeständnisse blieb eine Reaktion der Arbeitgeberseite aus. Unterstützung erhält der Streik auch von außerhalb des Krankenhauses: Erzieher aus Zwickauer Kitas, Rettungskräfte aus dem Erzgebirge sowie Beschäftigte aus dem weiteren Chemnitzer Raum haben Solidarität zugesagt. Sie beteiligen sich an Protesten, koordinieren Streikmaßnahmen und üben politischen Druck aus, um die Arbeitgeber zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen.

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Der Arbeitskampf in Chemnitz-Rabenstein ist Teil einer größeren Initiative für fairere Bezahlung und kürzere Arbeitszeiten. Da die Krankenhausleitung eine durchgehende Patientenversorgung garantiert, bleibt die zentrale Frage, ob der Streik die Arbeitgeber zum Einlenken bewegen wird. Das Ergebnis könnte wegweisend für ähnliche Konflikte in der Region sein.