Dresdner Zollfahndung schlägt 2024 mit Rekordbeschlagnahmungen und Millionenvermögen zu
Sibilla HartungDresdner Zollfahndung schlägt 2024 mit Rekordbeschlagnahmungen und Millionenvermögen zu
Zollfahndungsamt Dresden veröffentlicht Jahresbericht 2024 – Tausende Ermittlungen und Millionen an beschlagnahmten Vermögenswerten
Das Zollfahndungsamt Dresden hat seinen Jahresbericht für 2024 veröffentlicht, der ein breites Spektrum an Vollstreckungsmaßnahmen dokumentiert. Im vergangenen Jahr leitete die Behörde Tausende Strafverfahren ein und sicherte Millionenbeträge aus beschlagnahmten Vermögenswerten. Im Fokus standen Drogenhandel, Steuerhinterziehung sowie der illegale Handel mit Waffen, Tabakwaren und Arzneimitteln.
2024 wurden 1.869 Strafverfahren gegen 2.242 Beschuldigte eingeleitet, darunter 22 neue Ermittlungen wegen Zollhinterziehung und hinterzogener Einfuhrumsatzsteuer. Auf Grundlage der Ergebnisse verhängten Gerichte 118 Jahre Haftstrafen sowie Geldbußen in Höhe von 256.780 Euro.
Die Beamten beschlagnahmten erhebliche Mengen illegaler Waren. Allein im Bereich Drogenkriminalität sicherten sie 3.662 Kilogramm Rauschgift, darunter 414,7 Kilogramm Kokain und 1.315,3 Kilogramm Marihuana. Bei Arzneimittelermittlungen wurden 457.171 verbotene Tabletten, 6,28 Kilogramm Pulver, 530 Milliliter flüssige Medikamente sowie 34.946 Dopingtabletten und 936 Ampullen sichergestellt.
Im Kampf gegen Verbrauchsteuerbetrug beschlagnahmte das Amt 1,025 Millionen Zigaretten, 75.800 erhitzbare Tabakprodukte und 15.943 Kilogramm Kaffee. Bei Waffenhandelsermittlungen wurden 275 Schusswaffen und 49.309 pyrotechnische Gegenstände sichergestellt.
Auch im finanziellen Bereich zeigte die Behörde Präsenz: Sie sicherte 2,852.307 Euro aus Vermögensbeschlagnahmungen und deckte Steuerhinterziehungen in Höhe von 13,8 Millionen Euro auf. In den Daten wurden jedoch keine Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) oder das Bundesnaturschutzgesetz verzeichnet.
Die Operationen des Zollfahndungsamts Dresden im Jahr 2024 führten zu großen Beschlagnahmungen von Drogen, Waffen und Schmuggelware. Die Ermittlungen brachten zudem erhebliche finanzielle Rückführungen und Haftstrafen mit sich. Der Bericht unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegalen Handel und Wirtschaftskriminalität in der Region einzudämmen.
