23 January 2026, 14:50

Dresdens neuer „Bau-Beschleuniger“ soll Wohnungsnot bis 2035 lindern

Ein detaillierter Grundrissplan des Stadtplatz-Gebäudes in Dresden, Deutschland, mit zahlreichen Zimmern, Anmerkungen und Texten, die das Layout beschreiben.

"Bauturbo" will mehr Wohnraum in Dresden schneller schaffen - Dresdens neuer „Bau-Beschleuniger“ soll Wohnungsnot bis 2035 lindern

Dresden hat ein neues Programm gestartet, um den Wohnungsbau zu beschleunigen – die Stadt kämpft damit, ihre selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Unter dem Namen 'Bau-Beschleuniger' soll das Vorhaben Verzögerungen bei der Genehmigung von Wohnprojekten verringern. Die Verantwortlichen hoffen, damit bis 2035 Tausende neue Wohnungen realisieren zu können.

Die sächsische Metropole verzeichnet seit Jahren ein anhaltendes Defizit beim Wohnungsbau. 2023 und 2024 wurden jeweils nur rund 1.700 Wohnungen fertiggestellt – deutlich weniger als die angestrebten 2.300 pro Jahr. Um die Lücke zu schließen, müssen bis 2035 insgesamt 21.000 neue Wohneinheiten entstehen.

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Seit Ende Oktober ist der 'Bau-Beschleuniger' in Kraft, um Genehmigungsverfahren zu straffen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert brachte einen Rahmenbeschluss ein, der kleinere Projekte vereinfachen soll. Demnach könnte er Vorhaben von bis zu einem Hektar Fläche ohne Zustimmung des Stadtrats freigeben.

Größere Bauprojekte bleiben jedoch ratspflichtig. Zudem müssen Entwickler innerhalb von drei Jahren nach Erhalt der Baugenehmigung mit den Arbeiten beginnen. Die Regelungen gelten bis 2030 und geben den lokalen Behörden Spielraum bei der Umsetzung.

Dresden ist nicht die einzige Stadt, die diesen Weg einschlägt. Köln führte nach der Novelle der nationalen Bauordnung im Oktober 2025 ein ähnliches 'Bau-Turbo'-System ein. Beide Kommunen setzen auf das Verfahren, um den Bau bezahlbaren Wohnraums voranzutreiben.

Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, die Kluft zwischen Nachfrage und Angebot auf dem Wohnungsmarkt zu verringern. Durch den Abbau bürokratischer Hürden will Dresden sein Ziel von 21.000 Wohnungen bis 2035 erreichen. Das Programm bleibt vorerst vier Jahre aktiv, wobei die örtlichen Behörden die Umsetzung steuern.