Dresdens Nahverkehr bricht zusammen – 26 Stunden Stillstand durch Verdi-Streik
Dresdens Nahverkehr bricht zusammen – 26 Stunden Stillstand durch Verdi-Streik
Am Freitag, dem 27. Februar 2026, kommt der öffentliche Nahverkehr in Dresden nahezu zum Erliegen, nachdem die Gewerkschaft Verdi zu einem 26-stündigen Warnstreik aufgerufen hat. Die Arbeitsniederlegung beginnt um 3:00 Uhr morgens und dauert bis 5:00 Uhr des Folgetages an. Hintergrund ist der anhaltende Tarifkonflikt im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der Straßenbahnen, Busse und Regionalbahnen in der gesamten Stadt lahmlegt.
Der Streik folgt auf gescheiterte Verhandlungen zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Sachsen. Beide Seiten liegen weiterhin im Clinch über den Tarifvertrag für die Beschäftigten im sächsischen Nahverkehr. In der Folge wird der Großteil des Dresdner Verkehrsnetzes stillstehen: Straßenbahnen, zwei Drittel der DVB-Busse, die Standseilbahn und die Schwebebahn fallen aus.
Fahrgäste werden aufgefordert, auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen – doch die Möglichkeiten sind begrenzt. Carsharing, Leihräder, E-Scooter und Taxis stehen zwar zur Verfügung, doch angesichts der massiven Einschränkungen könnte die Nachfrage das Angebot übersteigen. Einige Buslinien, die von Subunternehmern betrieben werden, fahren weiterhin, und die S-Bahn wird voraussichtlich teilweise im Einsatz bleiben.
Der Zeitpunkt des Streiks fällt mit dem Heimspiel von Dynamo Dresden gegen Darmstadt 98 am 27. Februar zusammen, was Fans auf dem Weg ins Stadion vor erhebliche Probleme stellen dürfte. Schulen bleiben geöffnet, und Arbeitnehmer müssen ihren Dienst antreten – viele werden daher nach Lösungen für ihre Fahrten suchen müssen.
Neben Dresden sind auch Chemnitz, Zwickau und Plauen von den Ausfällen betroffen. In Leipzig sind die Verkehrsbeschäftigten sogar zu einem 48-stündigen Ausstand am 27. und 28. Februar aufgerufen, sodass sich die Behinderungen auf weite Teile Sachsens ausdehnen. Allein die DVB verzeichnete 2025 mit 186,5 Millionen Fahrgastfahrten einen Rekord – ein Indiz für das Ausmaß der zu erwartenden Beeinträchtigungen.
Der 26-stündige Streik wird Tausende Pendler, Schüler und Fußballfans vor massive Verkehrsprobleme stellen. Da keine Einigung in Sicht ist, könnten weitere Arbeitskämpfe folgen, falls die Tarifgespräche ergebnislos bleiben. Bisher haben weder die Gewerkschaft noch die Arbeitgeber neue Verhandlungen angekündigt.
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