21 December 2025, 10:11

Dresden: Stadtverwaltung hält ÖPNV-Bürgerinitiative für ungültig

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Menschen auf der Straße, Pfählen, Schildern und einer Flagge an einem der Gebäude, mit dem Himmel oben und der Straße unten.

Dresden: Stadtverwaltung hält ÖPNV-Bürgerinitiative für ungültig

Dresden: Stadtverwaltung hält Bürgerinitiative zum ÖPNV für unzulässig

Ankündigung: Am Montag überwies die Dresdner Stadtverwaltung die Entscheidung über die Bürgerinitiative zur Erhaltung des ÖPNV-Angebots in den Ausschussprozess. Die endgültige Abstimmung findet am 11./12. Dezember 2025 statt. Der Antrag gilt vorläufig als unzulässig.

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Veröffentlichungsdatum: 11. November 2025, 00:55 Uhr

Stichworte: Politik, Nahverkehr, Kommunalwesen, aktuelle Meldungen

Artikel: Die Dresdner Stadtverwaltung hat eine umstrittene Bürgerinitiative an den Stadtrat zur Prüfung weitergeleitet. Die unter dem Titel „Dresdner Nahverkehr erhalten – Kürzungen gemeinsam verhindern!“ eingereichte Vorlage zielt darauf ab, geplante Einschnitte bei Bus- und Straßenbahnlinien zu stoppen. Nun müssen die Stadträte entscheiden, ob die Initiative zur Volksabstimmung zugelassen wird.

Die CDU-Fraktion hat bereits Widerstand angekündigt und den Antrag als unzulässig bezeichnet. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) warnte zudem, die finanziellen Annahmen der Initiative seien angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt unrealistisch.

Die Bürgerinitiative fordert, das Dresdner Nahverkehrsangebot auf dem Stand von 2024 einzufrieren und damit eine Ratsentscheidung rückgängig zu machen, die leichte Linienanpassungen und Taktausdünnungen vorsah. Unterstützer argumentieren, die Kürzungen würden die Bevölkerung benachteiligen. Doch die Verwaltung kam in ihrer Bewertung zu dem Schluss, dass die Finanzierungsgrundlagen des Antrags gravierende Mängel aufweisen.

Laut Behörden geht die Initiative von jährlichen Mehrausgaben in Höhe von 18 Millionen Euro aus – ein Betrag, der Experten zufolge bei Weitem nicht ausreicht. Um die geplanten Leistungen aufrechtzuerhalten, wären demnach jährlich deutlich höhere Summen nötig. Die Verwaltung folgerte, die Deckungslücke müsste aus dem ohnehin belasteten Stadthaushalt geschlossen werden, und empfahl daher, die Initiative als unzulässig abzulehnen. Der Stadtrat wird das Thema in seiner zweitägigen Sitzung am 11. und 12. Dezember 2025 beraten. Gemäß der Sächsischen Gemeindeordnung müssen die Räte zunächst nach Ausschussberatungen über die Zulässigkeit entscheiden. Sollten sie sich entgegen der Verwaltungsempfehlung für die Initiative aussprechen, müsste innerhalb von drei Monaten ein Bürgerentscheid folgen.

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Veit Böhm, kündigte an, seine Fraktion werde den Antrag genau prüfen, bevor sie Position bezieht. Oberbürgermeister Hilbert unterstrich die Bedenken und betonte, die Finanzierungsszenarien der Initiative seien „übertrieben optimistisch“ und ignorierten die Haushaltskrise der Stadt.

Die Entscheidung des Stadtrats wird darüber bestimmen, ob die Dresdner Bürger über die Nahverkehrskürzungen abstimmen dürfen. Bei einer Zulassung könnte der Bürgerentscheid bis Anfang 2026 stattfinden. Das Ergebnis würde dann entweder den Status quo sichern – oder die Stadt vor schwierige Haushaltsentscheidungen stellen.