21 December 2025, 07:31

Dresden's New City Writer

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Dresdens neue Stadtschreiberin

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Die Jury hat entschieden: Die russisch-deutsche Autorin Olga Martynova erhält das Dresdner Stadtschreiber-Stipendium. Mit ihrer vielschichtigen Perspektive und literarischen Erfahrung bereichert sie die hiesige Szene.

Die russisch-deutsche Schriftstellerin Olga Martynova wird 2026 Dresdens neue Stadtschreiberin. Das renommierte sechsmonatige Stipendium würdigt ihr literarisches Schaffen, das Lyrik mit philosophischer Tiefe verbindet. Für die Position hatten sich über 40 Bewerberinnen und Bewerber beworben.

Martynovas literarische Laufbahn begann in den 1980er-Jahren, als sie in Leningrad die Dichtergruppe Kamera Chranenija mitgründete. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland 1991 avancierte sie zu einer prägenden Stimme der russisch-deutschen Literatur. Zu ihren Auszeichnungen zählen der Ingeborg-Bachmann-Preis und der Berliner Literaturpreis.

Das Dresdner Stadtschreiber-Stipendium, 1996 ins Leben gerufen, fördert Autorinnen und Autoren von herausragendem literarischem und gesellschaftlichem Rang. Martynova überzeugte mit ihrem lyrischen und essayistischen Werk, das von der Jury als intellektuell anspruchsvoll und zugleich tief berührend beschrieben wurde. Annekatrin Klepsch, Dresdens Kulturbeauftragte, lobte ihre Fähigkeit, poetische Schönheit mit philosophischer Reflexion zu verbinden. Im Rahmen des Stipendiums erhält Martynova ein monatliches Honorar sowie eine mietfreie Unterkunft. Ihre erste öffentliche Lesung findet im Juni 2026 in der Zentralbibliothek des Kulturpalasts statt. Heiko Lachmann, Vorstandsmitglied der Dresdner Stiftung, betonte, ihr Werk bestäche durch Präzision und emotionale Wucht.

Mit Martynovas Berufung setzt Dresden die Tradition fort, Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu ehren, die den kulturellen Diskurs prägen. Ihr Stipendium beginnt 2026 und bietet dem Dresdner Publikum die Gelegenheit, ihre gefeierte literarische Stimme kennenzulernen. Das Programm bleibt eine zentrale Plattform für den literarischen Austausch in der Stadt.