Dresden rüstet sich für angespannte Tage mit Rechtsextremen und Gegenprotesten
Senta ScheelPolizei mit Großaktion am Freitag und Samstag - Dresden rüstet sich für angespannte Tage mit Rechtsextremen und Gegenprotesten
Dresdner Polizei bereitet sich auf zwei Tage mit erhöhter Sicherheitslage vor
Anlässlich des 81. Jahrestags der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg rechnet die Stadt mit zwei Tagen verstärkter Polizeipräsenz. Rechtsextreme Gruppen haben mehrere Versammlungen angemeldet, während gleichzeitig Gegenproteste und eine Menschenkette geplant sind. Die Behörden erwarten eine dynamische, aber im Vergleich zu den Vorjahren weniger angespannte Lage.
Am Freitag konzentriert sich die Polizei zunächst auf den Neumarkt und den Dr.-Külz-Ring in der Altstadt, wo rechtsextreme Kundgebungen stattfinden sollen. Später verlagert sich der Einsatz zum Altmarkt, wo unter anderem die Initiativen Dresden Nazifrei und Kein Platz für Nazis eine Menschenkette organisieren. In der Regel beteiligen sich daran jährlich zwischen 1.000 und 2.000 Menschen.
Über 30 Beamte werden den Verkehr regeln, zudem gilt in dem Bereich ein Drohnenflugverbot. Mehrere Parkhäuser im Stadtzentrum bleiben geschlossen, und es kann kurzfristig zu weiteren Einschränkungen kommen, je nach Verlauf der Proteste. Die Polizei rät zu mehr Zeitpuffer im Straßenverkehr, da mit Verzögerungen zu rechnen ist.
Am Samstag planen rechtsextreme Demonstranten einen Aufmarsch rund um den Bahnhof Dresden-Mitte, der voraussichtlich zwischen 14 und 19 Uhr den Verkehr beeinträchtigen könnte. Gegenproteste sind in Sicht- und Hörweite der rechtsextremen Veranstaltungen erlaubt, die Behörden werden jedoch bei Störungen eingreifen. Die Parkplatzsperrungen und Verkehrsbeschränkungen bleiben bestehen, weitere Anpassungen sind je nach Lage möglich.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Spannungslage geringer, da es sich nicht um ein rundes Jubiläum handelt. Dennoch bleibt die Polizei in erhöhter Alarmbereitschaft, um Sicherheit und Versammlungsfreiheit gleichermaßen zu gewährleisten. Anwohner und Besucher müssen sich am Wochenende auf anhaltende Verkehrsbehinderungen und mögliche Verzögerungen einstellen.






