17 February 2026, 06:59

DLRG verzeichnet Rekordzuwachs bei jungen Mitgliedern trotz Schwimmbadmangels in Deutschland

Vier Kinder schwimmen in einem Pool, alle tragen Schwimmkappen, dargestellt in Schwarz-Weiß.

Über 200.000 Kinder bei der DLRG: Was lockt die Kleinen an - DLRG verzeichnet Rekordzuwachs bei jungen Mitgliedern trotz Schwimmbadmangels in Deutschland

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft verzeichnet Rekordzuwachs bei jungen Mitgliedern

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat 2025 einen historischen Anstieg bei jungen Mitgliedern verzeichnet: Über 200.000 Kinder traten der Organisation bei – so viele wie nie zuvor. Der Zuwachs fällt mit einer steigenden Nachfrage nach Schwimmkursen zusammen, während in ganz Deutschland weiterhin ein Mangel an Schwimmbädern herrscht.

Die Zahl der unter Zwölfjährigen in der DLRG stieg im vergangenen Jahr um 5.615. Mittlerweile ist fast die Hälfte aller Mitglieder 18 Jahre oder jünger – ein deutlicher Anstieg der Jugendbeteiligung. Als Grund nennen Verantwortliche den eingeschränkten Zugang zu Schwimmbädern, da viele Einrichtungen wegen Sanierungen oder Überlastung schließen oder ihren Betrieb einschränken müssen.

Auch bei den Erwachsenen gibt es Verschiebungen: Die stärkste Zunahme verzeichneten die Altersgruppen der 30- bis 49-Jährigen sowie der über 60-Jährigen. Im Vergleich zu 2015 ist das Durchschnittsalter der DLRG-Mitglieder in den letzten zehn Jahren um etwa 32 Wochen gestiegen – von 27,3 auf 27,9 Jahre im Jahr 2025.

Um die Situation zu verbessern, hat die Bundesregierung für 2025 250 Millionen Euro für die Modernisierung von Schwimmbädern bereitgestellt. Gleichzeitig arbeitet die DLRG mit dem Bundeskanzleramt am Pilotprojekt "Deutschland lernt schwimmen" zusammen. Die Initiative soll bis 2029 rund 20 Millionen Euro erhalten, um die Schwimmausbildung bundesweit zu stärken.

Der Schwimmbadmangel bleibt jedoch eine Herausforderung. Zwar liegen für 2023 keine genauen Zahlen vor, doch Schätzungen zufolge schließen jährlich etwa 70 bis 80 öffentliche Bahnen. Seit dem Jahr 2000 hat Deutschland rund 1.400 solche Einrichtungen verloren – die verbleibenden stehen unter enormem Druck.

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Der Mitgliederschub bei der DLRG unterstreicht den wachsenden Bedarf an Schwimmkursen und sicherem Zugang zu Gewässern. Mit staatlichen Investitionen in Badsanierungen und neue Ausbildungsprogramme werden nun Maßnahmen ergriffen, um das langjährige Problem zu lösen. Die Expansion der Organisation spiegelt sowohl die Nachfrage nach Rettungsschwimmkenntnissen als auch die Belastung der öffentlichen Schwimmbadinfrastruktur wider.