20 April 2026, 04:26

Deutschlands Arbeitsmarkt 2045: Schrumpfende Regionen vs. booming Großstädte

Eine Deutschlandkarte mit Frankfurt in verschiedenen Schattierungen, um den Bevölkerungsdichteprozentsatz anzuzeigen, begleitet von erklärendem Text auf der linken Seite.

Deutschlands Arbeitsmarkt 2045: Schrumpfende Regionen vs. booming Großstädte

Bis 2045 wird sich die erwerbsfähige Bevölkerung Deutschlands regional sehr unterschiedlich entwickeln, wie neue Prognosen zeigen. Während einige Gebiete mit deutlichen Rückgängen rechnen müssen, werden Großstädte wie Berlin, Hamburg und München weiter wachsen. Das geht aus der aktuellen Vorhersage des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Die Analyse des BBSR, die auf Bevölkerungsprognosen und Mikrozensus-Daten basiert, zeichnet ein gespaltenes Bild: In 58 der 96 deutschen Planungsregionen wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter sinken. Besonders betroffen sind Regionen wie die Altmark, Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und Nordthüringen, wo die Bevölkerung um 20 Prozent oder mehr schrumpfen könnte. Hauptgrund ist der Mangel an jüngeren Arbeitskräften, die die ausscheidenden Beschäftigten ersetzen.

Gleichzeitig entwickeln sich wirtschaftsstarke Metropolen gegen den Trend: In Berlin könnte die erwerbsfähige Bevölkerung um rund 15 Prozent wachsen, auch Hamburg und München verzeichnen Zunahmen. Treibende Kräfte sind hier Zuwanderung und eine höhere Erwerbsbeteiligung.

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Bundesweit wird das Arbeitskräfteangebot bis 2045 zwar leicht um etwa 0,5 Prozent zurückgehen, die Gesamtzahl der Erwerbstätigen bleibt aber mit rund 43,3 Millionen Menschen relativ stabil. Um Fachkräftemangel entgegenzuwirken, betont der Bericht die wachsende Bedeutung von Weiterbildung und Qualifizierung.

Die Prognosen verdeutlichen die zunehmende Kluft zwischen prosperierenden Stadtzentren und strukturschwachen ländlichen Regionen. Gebiete mit schrumpfender Erwerbsbevölkerung stehen vor der Herausforderung, Fachkräfte zu halten und zu fördern. Gleichzeitig könnten wachsende Städte mit einer höheren Nachfrage nach Arbeitsplätzen und Dienstleistungen konfrontiert sein.

Quelle