Deutschland gründet nationales KI-Sicherheitsinstitut gegen globale Tech-Abhängigkeit
Gesa EigenwilligDeutschland gründet nationales KI-Sicherheitsinstitut gegen globale Tech-Abhängigkeit
Deutschland plant die Gründung eines eigenen nationalen Instituts für KI-Sicherheit. Die neue Behörde mit dem Namen Deutsches KI-Sicherheitsinstitut (DE-AISI) wird die Fähigkeiten und Risiken fortschrittlicher KI-Modelle bewerten. Die Einrichtung geht auf einen Beschluss des Nationalen Sicherheitsrats zurück, dem die Bundeskanzlerin vorsteht.
Der Schritt erfolgt nach einer Analyse, wie Spitzen-KI-Systeme die Cybersicherheit Deutschlands beeinflussen könnten. Das DE-AISI wird sich eng am Britischen KI-Sicherheitsinstitut (UK AISI) orientieren, das international für seine strengen Sicherheitsprüfungen großer KI-Modelle vor deren Veröffentlichung Anerkennung gefunden hat.
Um effektiv arbeiten zu können, muss das DE-AISI weltweit führende technische Expert:innen gewinnen. Zudem plant das Institut, eng mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten, um gemeinsame Standards für KI-Sicherheit zu entwickeln.
Die EU hatte bereits Zugang zu hochmodernen KI-Modellen gefordert, um deren Cybersicherheitsrisiken zu bewerten. Bisher steht jedoch nicht fest, ob führende Labore wie Anthropic oder OpenAI kooperieren werden. Der Branchenverband Bitkom fordert wettbewerbsfähige Gehälter, flexible Strukturen, sichere Infrastruktur und starke politische Unterstützung, um den Erfolg des DE-AISI zu gewährleisten.
Die Gründung des DE-AISI markiert einen Schritt Europas hin zu einer geringeren Abhängigkeit von US-amerikanischer und chinesischer KI-Technologie. Das Institut wird sich auf die Bewertung von Spitzen-KI-Systemen und die Förderung globaler Zusammenarbeit konzentrieren. Sein Erfolg hängt davon ab, Top-Talente zu gewinnen und hochrangige Unterstützung zu sichern.
