Deutscher Eisschnelllauf-Verband kämpft mit Chaos, Geldmangel und Vertrauensverlust

Gesa Eigenwillig
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Ein Buch mit dem Titel "Olympische Zeitschrift" mit mehreren Medaillen in verschiedenen Größen und Farben und fetter Schrift auf dem Cover.Gesa Eigenwillig

Deutscher Eisschnelllauf-Verband kämpft mit Chaos, Geldmangel und Vertrauensverlust

Deutscher Eisschnelllauf-Verband (DESG) steckt in tiefen finanziellen und organisatorischen Problemen

Während die Schwierigkeiten des Deutschen Eisschnelllauf-Verbands (DESG) bisher kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhalten haben, melden sich nun Athleten und Funktionäre zu Wort. Vertreter beschreiben die Bedingungen für Spitzensportler als "inakzeptabel" – fehlende Gelder, verspätete Zahlungen und mangelnde Transparenz sorgen für weitverbreitete Frustration.

Die Probleme im DESG haben sich seit dem Amtsantritt von Matthias Große als Präsident im Jahr 2020 zugespitzt. Zwar gelang es ihm zunächst, die Finanzen zu verbessern – die Verluste von 500.000 Euro im Jahr 2019 wandelte er 2022 in einen Gewinn von 1,2 Millionen Euro um –, doch seine Amtszeit ist inzwischen von Unregelmäßigkeiten geprägt. Haushaltspläne wurden unter Verschluss gehalten, die Jahresabschlüsse für 2023 und 2024 bleiben unveröffentlicht, und Preisgelder erreichten die Sportler mit Verspätung.

Die Athleten tragen die Hauptlast der Krise. Einige mussten aufgrund der angespannten Finanzlage des Verbands "Startgebühren" von bis zu 2.000 Euro für Weltcup-Reisen selbst aufbringen. Der Sächsische Eissport-Verband sprang sogar ein und übernahm die Kosten für drei Olympioniken bei einem Sommertrainingslager in Inzell.

Unter Großes Führung ist die Transparenz zusammengebrochen. Zwar konnte er frühzeitig ein Bauunternehmen als Sponsor gewinnen, doch die genaue Höhe der Förderung bleibt undurchsichtig. Die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt, als er eine außerordentliche Mitgliederversammlung abrupt beendete, nachdem die Delegierten die Finanzberichte abgelehnt hatten. Viele fürchten nun, dass die aktuelle Krise des Verbands schlimmer ist als die, die er 2020 übernommen hat.

Ohne klare Finanzunterlagen geben Insider zu, dass niemand genau weiß, woran der Verband eigentlich krankt. Das Fehlen einer wirksamen Kontrolle lässt Athleten und Funktionäre im Dunkeln über den wahren Zustand des DESG.

Die anhaltenden Turbulenzen im Verband zwingen die Sportler, mit unerwarteten Kosten und ausbleibenden Zahlungen zu kämpfen. Ohne veröffentlichte Finanzberichte oder transparente Haushaltsplanung bleibt die Zukunft des DESG ungewiss. Funktionäre und Athleten stehen nun vor der Herausforderung, Stabilität wiederherzustellen – in einer Atmosphäre wachsenden Misstrauens und finanzieller Verwirrung.

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