04 January 2026, 18:51

Deutsche Bahn setzt in Leipzig auf Solarstrom und recycelte E-Auto-Akkus für mehr Nachhaltigkeit

Eine von Eisflocken bedeckte Anlage mit einem hölzernen Zaun im Hintergrund.

Deutsche Bahn setzt in Leipzig auf Solarstrom und recycelte E-Auto-Akkus für mehr Nachhaltigkeit

Die Deutsche Bahn hat in ihrem ICE-Werk in Leipzig ein neues Energiesystem in Betrieb genommen. Die Anlage kombiniert Solarmodule mit einem Batteriespeicher, der aus alten Elektroauto-Akkus besteht. Mit dieser Umstellung sollen die Kosten gesenkt und die Nachhaltigkeit am Standort verbessert werden.

Das Werk, in dem rund 275 Mitarbeiter beschäftigt sind, ist auf die Wartung und Reparatur von ICE-T- und Intercity-2-Zügen für den Fernverkehr spezialisiert.

Die Photovoltaikanlage im Leipziger Werk kann bis zu 250 Kilowatt Leistung erzeugen – das deckt etwa ein Viertel des Strombedarfs der Anlage. Wird mehr Energie produziert als benötigt, wird der Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist.

Das Batteriespeichersystem, das vom DB-Startup encore | DB entwickelt wurde, nutzt 30 wiederverwendete Batteriemodule aus Elektroautos. Es hilft, Lastspitzen abzufedern, indem es gespeicherte Energie bei hohem Bedarf oder bei geringem Sonnenlicht abgibt. Dadurch spart die Deutsche Bahn am Standort Leipzig jährlich rund 85.000 Euro an Energiekosten.

Nach diesem Pilotprojekt plant das Unternehmen, ein ähnliches Batteriespeichersystem im DB-Fahrzeuginstandhaltungswerk Kassel einzuführen.

Die neue Anlage in Leipzig verbindet Solarstrom mit Second-Life-Batterien, um Kosten zu senken und einen umweltfreundlicheren Betrieb zu ermöglichen. Durch die Wiederverwendung alter Akkus reduziert die Deutsche Bahn zudem Abfall und steigert die Energieeffizienz. In der nächsten Phase wird auch das Kassel Werk diese Technologie übernehmen.

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