David Hockney stirbt mit 88 – ein Abschied vom Pop-Art-Pionier
Der britische Künstler David Hockney ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er verstarb am Donnerstag in seinem Haus in London. Sein Werk hinterlässt ein bleibendes Erbe in der modernen Kunst.
In den 1960er-Jahren wurde Hockney vor allem durch seine farbenfrohen Gemälde kalifornischer Swimmingpools bekannt, die zu seinem Markenzeichen wurden. Offener als viele andere zeigte er in seiner Kunst auch queere Liebe und trug so dazu bei, Homosexualität in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen.
2018 erzielte sein Ölgemälde Portrait of an Artist (Pool with Two Figures) bei einer Auktion einen Rekordpreis von 90,3 Millionen Dollar. Schon ein Jahr zuvor hatte die Tate Britain eine große Retrospektive seines Schaffens gezeigt, die fast eine halbe Million Besucher anzog – die höchste Besucherzahlen in der Geschichte der Galerie.
Hockney war zeitlebens ein Pionier: Er nutzte das iPad als künstlerisches Werkzeug und präsentierte 2023 eine immersive 3D-Installation. Adelstitel lehnte er ab, ebenso wie den Auftrag, ein Porträt der britischen Königin zu malen. Sein umfangreiches Werk ist in David Hockney: A Bigger Book dokumentiert, von dem eine limitierte, signierte Ausgabe fast 5.200 Euro kostet.
Mit Hockneys Tod endet eine Ära der zeitgenössischen Kunst. Seine Beiträge zur Malerei, zur Technologie und zur kulturellen Sichtbarkeit werden weiterwirken. Die Kunstwelt verliert damit eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten.






