Chemnitzer Kongresshotel schließt 2026 – Ende einer Ära mit ungewisser Zukunft
Sibilla HartungBerühmtes Chemnitz-Kongresshotel schließt - Chemnitzer Kongresshotel schließt 2026 – Ende einer Ära mit ungewisser Zukunft
Das Chemnitzer Kongresshotel, ein Wahrzeichen der Stadt, schließt am 31. Januar 2026 seine Türen. Das 1974 als Interhotel – eine der führenden Hotelmarken der ehemaligen DDR – eröffnete Haus steht seit Jahren für wechselvolle Geschichte. Die Gewerkschaft NGG kritisiert die Schließung als "eiskalte Geschäftspraxis".
Das Hotel bildet zusammen mit der benachbarten Stadthalle und dem Kongresszentrum ein markantes architektonisches Ensemble. In den vergangenen neun Jahren wechselte es dreimal den Betreiber, wobei die Mitarbeiterzahl bei jedem Wechsel sank. Aktuell arbeiten dort noch knapp 40 Beschäftigte, darunter sieben Auszubildende.
Während Chemnitz’ Amtszeit als Europäische Kulturhauptstadt 2025 verzeichnete das Haus hohe Auslastung. Dennoch kündigte die GCH Hotel Group die Schließung an – ohne Gründe zu nennen. Die NGG wirft der Unternehmensführung vor, den Zeitpunkt bewusst nach dem Ende der Kulturveranstaltungen gewählt zu haben. Über die weitere Nutzung des Gebäudes gibt es bisher keine Bekanntgaben. Das einstige staatliche Spitzenhotel war jahrzehntelang ein zentraler Ort in Chemnitz. Mit der Schließung endet eine Ära, doch die genauen Hintergründe der Entscheidung bleiben unklar.
Für die 40 Mitarbeiter bedeutet die Schließung eine ungewisse Zukunft. Ohne einen neuen Betreiber in Sicht ist auch die Rolle des Gebäudes im Chemnitzer Stadtbild fraglich. Die Entscheidung folgt auf Jahre des Umbruchs und eine Phase hoher Auslastung während der Kulturhauptstadt 2025.
