Carl Zeiss Meditec stürzt aus dem MDAX – Aktie auf Rekordtief

Gesa Eigenwillig
Gesa Eigenwillig
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Ein altes deutsches Wertpapierzertifikat, das von der deutschen Regierung ausgestellt wurde und gedruckten Text und Zahlen enthält.Gesa Eigenwillig

Carl Zeiss Meditec stürzt aus dem MDAX – Aktie auf Rekordtief

Carl Zeiss Meditec verzeichnete im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang sowohl bei der Geschäftsperformance als auch beim Aktienkurs. Seit Januar hat das Papier des Unternehmens 36,34 % an Wert verloren und erreichte vergangenen Freitag mit 25,12 € ein 52-Wochen-Tief. Diese Entwicklung führte nun zum Abstieg aus dem MDAX in den SDAX, der am 23. März 2026 wirksam wird.

Die Probleme des Konzerns traten Anfang 2026 zutage, als das Unternehmen im Januar seine Jahresprognose zurückzog. Anleger müssen nun bis zur Vorstellung der Zahlen für das zweite Quartal auf eine aktualisierte Einschätzung warten. Die Ergebnisse des ersten Quartals zeigten bereits einen Rückgang der Umsätze um 5 % sowie einen Einbruch der bereinigten EBITA-Marge um 550 Basispunkte.

Die Aktienperformance spiegelt diese Herausforderungen wider: Innerhalb der letzten zwölf Monate büßte die Aktie 60,41 % ihres Wertes ein. Aktuelle Handelsdaten zeigen, dass der Schlusskurs 20 % unter dem 50-Tage-Durchschnitt und 40 % unter dem 200-Tage-Durchschnitt liegt.

Trotz der Talfahrt bleibt eine Dividende von 0,55 € pro Aktie für Ende März geplant. Der Ex-Tag ist auf den 27. März datiert, die Auszahlung erfolgt am 31. März. Gleichzeitig könnte der Wechsel in den SDAX die Nachfrage durch indexfolgende Fonds verringern, was vor dem Stichtag zu Portfolioanpassungen führen dürfte.

Die Plätze von Carl Zeiss Meditec im MDAX übernehmen Deutz, Salzgitter und Jenoptik. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich derzeit auf 2,23 Milliarden €, wobei Vergleiche mit früheren Auf- und Abstiegen zwischen SDAX und MDAX nicht vorliegen.

Der nächste entscheidende Moment für Carl Zeiss Meditec steht mit der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal an, wenn eine überarbeitete Jahresprognose erwartet wird. Bis dahin bleiben Aktienkurs und Geschäftsentwicklung unter genauer Beobachtung. Der Abstieg in den SDAX markiert eine deutliche Verschiebung der Marktposition des Unternehmens.