Caritas verlangt Pflicht für Klimaschutz-Heizungen in Mietwohnungen
Gesa EigenwilligCaritas verlangt Pflicht für Klimaschutz-Heizungen in Mietwohnungen
Caritas fordert Klimaschutz-Heizungen als Pflicht in Mietwohnungen
Die Caritas drängt die Bundesregierung, klimafreundliche Heizsysteme in Mietimmobilien verbindlich vorzuschreiben. Die Wohlfahrtsorganisation argumentiert, dass dies Mieter:innen bei der Bewältigung steigender Energiekosten entlasten und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß verringern würde. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Energiepreise einkommensschwache Haushalte in ganz Deutschland weiter unter Druck setzen.
Laut geltendem Recht schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vor, dass neue Heizungen in ausgewiesenen Gebieten ab 2024 mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen. In anderen Regionen steigen die Vorgaben schrittweise – auf 15 Prozent bis 2029, 30 Prozent bis 2035 und 60 Prozent bis 2040. Über die bundesweiten Standards hinaus gibt es keine zusätzlichen Landes- oder Kommunalverordnungen, allerdings kann eine kommunale Wärmeplanung die strengere 65-Prozent-Regel auslösen.
Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa betont, dass eine Verpflichtung zu klimaneutralen Heizungen Mietern langfristige Preissicherheit und umweltfreundliche Wärmeversorgung bieten würde. Zudem fordert die Organisation eine Ausweitung der Unterstützung für bedürftige Haushalte, darunter kostenlose Beratungsangebote wie den Energie-Check sowie Reformen bei Sozialleistungen.
Daten aus dem siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung unterstreichen die Ungleichheit bei den Energieausgaben: Haushalte mit einem Monatseinkommen unter 1.300 Euro wenden rund 10 Prozent ihres Budgets für Heiz- und Warmwasserkosten auf, während Haushalte mit über 5.000 Euro monatlich weniger als 5 Prozent ausgeben. Die angestrebte Wärmewende soll die Abhängigkeit von globalen Ölmärkten verringern und die Emissionen senken.
Die Caritas besteht darauf, dass gesetzliche Vorgaben für klimafreundliche Heizungen die finanzielle Belastung von Mieter:innen verringern würden. Gleichzeitig würde der Schritt zu Deutschlands übergeordneten Zielen beitragen, die Emissionen zu reduzieren und die Energieunabhängigkeit zu stärken. Bisher liegen keine offiziellen Zahlen vor, wie viele Mietgebäude die geforderten Standards bereits erfüllen.






