26 June 2026, 20:16

Bundeswehr setzt auf Freiwillige – Pistorius lehnt Rückkehr zur Wehrpflicht ab

Pistorius sieht weiterhin keinen Bedarf an der Einberufung

Bundeswehr setzt auf Freiwillige – Pistorius lehnt Rückkehr zur Wehrpflicht ab

Die deutsche Regierung baut ihre Streitkräfte aus und beobachtet dabei die Entwicklungen genau. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat jedoch eine Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht trotz anhaltendem Personalmangel ausgeschlossen.

Pistorius betonte kürzlich, dass eine generelle Wehrpflicht keine Option sei. Der Mangel an Ausbildern und Infrastruktur mache ein solches Vorhaben undurchführbar. Auch eine bedarfsgerechte Auswahlmusterung ist vorerst vom Tisch.

In den kommenden Jahren wird die Bundeswehr weiterhin auf freiwillige Rekrutierung setzen. Die Koalition hat vereinbart, dass bei einem Überhang an offenen Stellen im Vergleich zu qualifizierten Bewerbern nachgesteuert werden muss. Pistorius regte zudem an, das Know-how der Automobilhersteller zu nutzen, um die Rüstungsindustrie zu stärken.

Die Kosten für das Fregatten-Projekt F126 sind stark gestiegen. Ursprünglich mit 10 Milliarden Euro veranschlagt, belaufen sie sich nun auf über 18 Milliarden Euro – ein Anstieg um 8 Milliarden. Um Lieferkettenrisiken zu begegnen, wurde ein Runden Tisch eingerichtet, der für eine sichere und widerstandsfähige Beschaffung sorgen soll.

Der Minister hob hervor, dass militärische Stärke von modernster Technologie und dem großflächigen Einsatz von Drohnen abhängt. Diese Maßnahmen sollen die Überlegenheit wahren und gleichzeitig die Kosten im Griff halten.

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Die Bundesregierung bleibt einem Freiwilligenheer verpflichtet. Sie wird die Rekrutierungslücken weiter beobachten und bei Bedarf die Politik anpassen. Der Fokus liegt darauf, die Verteidigungsfähigkeiten zu modernisieren – ohne zur Wehrpflicht zurückzukehren.

Quelle