Bundesnetzagentur leitet 77 Bußgeldverfahren wegen fehlender Smart Meter ein
Gabriel HethurBundesnetzagentur leitet 77 Bußgeldverfahren wegen fehlender Smart Meter ein
Deutschlands Bemühungen zur Modernisierung des Stromnetzes erleiden einen weiteren Rückschlag. Die Bundesnetzagentur hat 77 Bußgeldverfahren gegen Unternehmen eingeleitet, die zu wenige intelligente Stromzähler installiert haben. Diese Firmen haben nicht nur die gesetzliche Frist verpasst, sondern den Einbau noch nicht einmal in Angriff genommen.
Das Messstellenbetriebsgesetz schreibt vor, dass bis Ende 2025 mindestens 20 Prozent der Messstellen mit intelligenten Zählern ausgestattet sein müssen. Doch viele Unternehmen – darunter auch kleine und mittlere Betriebe – liegen weit hinter diesem Ziel zurück. Die Regulierungsbehörde wird nun formelle Anhörungen durchführen und könnte je nach Einzelfall Strafen verhängen.
Die Bundesnetzagentur wird die Fortschritte in den kommenden Jahren genau überwachen. Präsident Klaus Müller betonte, dass intelligente Zähler entscheidend für die Digitalisierung des deutschen Energienetzes seien. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Behörde die Vorgaben konsequent durchsetzen werde.
Das bereits mehrfach verzögerte Smart-Meter-Programm Deutschlands steht erneut unter Druck. Das Endziel bleibt ehrgeizig: Bis Ende 2032 müssen 90 Prozent der verpflichtenden Installationen abgeschlossen sein.
Die aktuellen Durchsetzungsmaßnahmen markieren einen wichtigen Schritt, um die Unternehmen zur Einhaltung der Vorschriften zu bewegen. Wer die 20-Prozent-Marke verfehlt, muss nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die laufende Aufsicht der Bundesnetzagentur soll sicherstellen, dass das Land sein Ziel für 2032 erreicht.






