01 January 2026, 11:22

„Brücke ins Nichts“ und Krötentunnel: Wie Steuergelder in Sachsen verschwendet werden

Ein transparentes Gebäude voller Lichter, mit mehreren Strommasten und einer Straße mit ein paar Fahrzeugen auf der rechten Seite.

„Brücke ins Nichts“ und Krötentunnel: Wie Steuergelder in Sachsen verschwendet werden

Der Bund der Steuerzahler hat erneut die seiner Meinung nach leichtsinnige Verschwendung öffentlicher Gelder in Deutschland scharf kritisiert. In seinem aktuellen Schwarzbuch prangert der Verband kostspielige Projekte mit fragwürdigem Nutzen an – darunter eine "Brücke ins Nichts" in Sachsen und ein Naturerlebniszentrum, das mit Mitteln aus dem Kohleausstieg finanziert wurde. Laut dem Bericht werden trotz knapper Haushalte und Forderungen nach mehr finanzieller Verantwortung weiterhin Millionen verschwendet.

Zu den eklatantesten Beispielen zählt eine Brücke in Radeburg (Sachsen), die ins Leere führt. Als überflüssigen Luxus geißelt der Bericht auch Dresdens Fahrrad-Geschwindigkeitssensoren – teure Installationen, die die Geschwindigkeit von Radfahrern messen. Ein weiterer Fall betrifft eine geplante Batteriefabrik, die zum Subventionsdesaster wurde und die Steuerzahler auf den Kosten sitzen ließ.

Auch ein Naturerlebniszentrum am Stausee Kelbra, das mit Geldern aus dem Kohleausstieg finanziert wurde, steht in der Kritik. Der Verband argumentiert, dass solche Projekte Mittel von dringend benötigten Leistungen abziehen. Der Krötentunnel an der B6n in Sachsen-Anhalt taucht bereits zum zweiten Mal im Schwarzbuch auf – ein Indiz für wiederholtes Fehlmanagement. Die Organisation warnt, dass viele geförderte Projekte später versteckte Kosten verursachen. Wartung, Verwaltung und Betrieb belasten oft die öffentlichen Haushalte, wenn sie nicht sorgfältig geplant werden. Selbst gut gemeinte Vorhaben können ohne gründliche Kosten-Nutzen-Analysen zur finanziellen Falle werden.

Als Reaktion fordert der Bund der Steuerzahler strengere Regeln: mehr Transparenz, klare Ausgabenobergrenzen und verpflichtende Wirtschaftlichkeitsprüfungen vor Projektbeginn. Ziel ist es, weitere Geldverschwendung bei schlecht geplanten Investitionen und symbolischer Politik zu verhindern.

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Das Schwarzbuch dient als Warnung vor den Risiken unkontrollierter Staatsausgaben. Ohne bessere Kontrollen könnten die Steuerzahler auch künftig für Projekte aufkommen müssen, die kaum Nutzen bringen. Die Erkenntnisse des Verbandes unterstreichen die Dringlichkeit schärferer Kontrollen, um sicherzustellen, dass öffentliche Gelder sinnvoll und effizient eingesetzt werden.