Britischer Modedesigner Nigel Cabourn mit 76 Jahren gestorben
Der britische Modedesigner Nigel Cabourn ist im Alter von 76 Jahren verstorben. Er galt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der britischen Mode und war für seine sportlich-elegante, auf Militäruniformen inspirierte Kollektionen bekannt.
Cabourn studierte von 1967 bis 1971 Modedesign an der Northumbria University. Während dieser Zeit gründete er seine erste Marke, Cricket. Im Laufe der Jahre machte er sich einen Namen mit Oberbekleidung und Mode, die stark von historischen Militärstilen geprägt war. Sein umfangreiches Archiv umfasste über 4.000 Stücke, die er auf Reisen und durch intensive Recherche zusammengetragen hatte.
2013 präsentierte er eine limitierte Kollektion zum 60. Jahrestag von Edmund Hillarys Besteigung des Mount Everest. Zwei Jahre später übernahm er die Arbeitskleidungsmarke Lybro und gestaltete sie für ein jüngeres Publikum neu. Seine Entwürfe fanden nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Japan und den USA großen Anklang, wo er Lizenzen vergab und mit anderen Marken zusammenarbeitete.
Der British Fashion Council bezeichnete ihn einst als einen der beständigsten Designer der britischen Mode. Sir Paul Smith erinnerte sich an ihn als wahren Freund und prägende Gestalt des britischen Designs.
Cabourn hinterlässt ein Erbe der Innovation in der Herrenmode. Sein Werk, geprägt von militärischer Inspiration und handwerklicher Präzision, beeinflusste die Mode auf mehreren Kontinenten. Die Branche verliert einen Designer, dessen Wirkung weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinausreichte.






