25 June 2026, 14:21

Britischer Bausektor 2024: Wohnungsbau boomt, Materialkosten steigen stark an

Turnaround noch ausstehend

Britischer Bausektor 2024: Wohnungsbau boomt, Materialkosten steigen stark an

Gemischte Signale im britischen Bausektor zu Beginn des Jahres 2024

Der britische Bausektor zeigte zu Beginn des Jahres 2024 ein uneinheitliches Bild. Zwar stiegen die Neuaufträge leicht an, doch blieb das Umsatzwachstum je nach Bereich ungleichmäßig. Einige Segmente entwickelten sich positiv, während andere weiterhin mit der Erholung kämpften.

Zwischen Januar und April 2024 erhöhten sich die Neuaufträge im Baugewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 %. Besonders der Wohnungsbau verzeichnete einen Aufschwung: Im April kletterten die Umsätze um 7,1 %, während die Neuaufträge im Jahresvergleich um 8,9 % zulegten. Dies markierte eine Trendwende nach einer längeren Phase des Rückgangs.

Auch der öffentlich finanzierte Bau profitierte im April von einem Anstieg – die Umsätze stiegen nominal um 5,3 %. Staatliche Stellen vergaben 2,2 % mehr Aufträge als im März, was die Aktivität stützte. Der Tiefbau trieb das Wachstum in allen drei Hauptsegmenten voran, während der Nichtwohnungsbau langsamer expandierte.

Der Gewerbe- und Industriebau trug ebenfalls zum Umsatzplus im April bei und verzeichnete ein nominales Wachstum von 6,8 %. Die Neuaufträge in diesem Bereich legten moderat um 2,6 % zu. Insgesamt blieb der kumulierte Umsatz der ersten vier Monate 2024 jedoch auf dem Niveau des Vorjahres.

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Bis Mai 2026 waren die Materialkosten stark angestiegen. Die Preise für Bitumen lagen 31,2 % über denen des Vorjahres, was vor allem auf die Konflikte in der Straße von Hormus zurückzuführen war. Auch Holz, Metalle, mineralische Baustoffe und Transportbeton wurden deutlich teurer.

Die Entwicklung des Sektors verlief je nach Segment unterschiedlich, wobei der Wohnungsbau und der Tiefbau die positivsten Impulse setzten. Die steigenden Materialkosten im Jahr 2026 belasteten jedoch zukünftige Projekte zusätzlich. Branchenvertreter betonten die Notwendigkeit unterstützender Maßnahmen, damit der Bausektor einen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Erholung leisten könne.

Quelle