Bremer Buchhandlung tauscht provokanten Slogan gegen Zitate des Kulturministers
Gesa EigenwilligBremer Buchhandlung tauscht provokanten Slogan gegen Zitate des Kulturministers
Buchhandlung in Bremen erhält auffälliges Redesign am Wochenende
Die Bremer Buchhandlung The Golden Shop präsentiert sich seit dem Wochenende in neuem Gewand: An ihrer Fassade prangen nun Zitate des Kulturministers Wolfram Weimer – als Ersatz für einen umstrittenen Slogan. Die Umgestaltung folgt einer Prüfung durch den Verfassungsschutz.
Am Samstagnachmittag brachten sechs Personen ein großes Stofftransparent am Giebel des Ladens an. Die einst mit dem Spruch „Deutschland verrecke bitte“ versehene Fassade zeigt nun von Weimer persönlich verfasste Aussagen, die als verfassungskonform bestätigt wurden.
Auch das Schaufenster wurde neu gestaltet: Ein überlebensgroßes Porträt Weimers steht dort nun neben seinen Büchern. Trotz des optischen Wandels betont Inhaberin Ausma Zvidrina jedoch, dass die Werke des Ministers im Golden Shop nicht erhältlich sein werden.
Die Buchhandlung war zuvor bereits wegen ihrer politischen Haltung aufgefallen. Erst kürzlich wurde sie als „beste Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“ ausgezeichnet. Auf die Frage, ob das Redesign eine Distanzierung von linksextremen Positionen bedeute, reagierte Zvidrina mit Gelächter.
Den Anstoß für die Untersuchung des Ladens gab ausgerechnet Weimer selbst: Er hatte den Verfassungsschutz mit der Prüfung der Aktivitäten der Buchhandlung beauftragt.
Der Golden Shop inszeniert sich nun prominent mit Weimers Worten und Konterfei – doch seine Bücher wird es dort nicht zu kaufen geben. Die Veränderungen erfolgen nach offizieller Prüfung und einer öffentlichen Debatte über die politische Ausrichtung des Ladens.






