Braunschweigs Großer Hof vor 60-Millionen-Euro-Umbau – wird das Problemviertel zum Kreativhotspot?
Gabriel HethurBraunschweigs Großer Hof vor 60-Millionen-Euro-Umbau – wird das Problemviertel zum Kreativhotspot?
Braunschweigs Großer Hof steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Next Tuesday wird der Stadtrat über einen 60-Millionen-Euro-Plan abstimmen, der die Umgestaltung des Viertels vorsieht. Die Stadtverwaltung bezeichnet das Projekt als dringend notwendig – angesichts der seit Langem bestehenden Probleme im Stadtteil.
Die Gegend kämpft mit akuten Herausforderungen, darunter die Schließung zweier Schulen und ein Überangebot an Parkplätzen. Die Lage am Rande der Innenstadt erhöht den Druck für Veränderungen. Die Neugestaltung soll architektonische Mängel beheben und dem Viertel neues Leben einhauchen.
Die Stadt beabsichtigt, sich um Fördermittel aus dem Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zu bewerben. Damit würden 7,9 Millionen Euro aus lokalen Mitteln gesichert, während die verbleibenden 52,1 Millionen Euro von Land und Bund erwartet werden. Bei einer Zustimmung soll das Projekt teilweise nach dem preisgekrönten Entwurf eines Hamburger Architekturbüros aus dem Jahr 2024 umgesetzt werden.
Zu den zentralen Elementen gehören ein autoreduziertes „Kreativquartier“ mit Wohngebäuden und einer Quartiersgarage. Neue Flächen sollen die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler:innen sowie Unternehmen der Kreativwirtschaft aufnehmen. Zudem sind soziale Infrastrukturprojekte wie eine Kita und ein Familien- und Nachbarschaftszentrum geplant. Grünflächen werden nachhaltig aufgewertet, um die Lebensqualität im Viertel insgesamt zu steigern.
Die Abstimmung nächste Woche entscheidet, ob der Große Hof offiziell zum „Sanierungsgebiet“ erklärt wird. Bei einem positiven Votum würde das Projekt mit einer Mischung aus kommunalen, Landes- und Bundesmitteln voranschreiten. Ziel ist es, aus dem problembelasteten Gebiet einen lebendigen, funktionalen Teil der Stadt zu machen.






