25 March 2026, 04:24

Brantner wirbt um ehemalige FDP-Wähler: "Liberale Demokratie braucht starke Stimmen"

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt.

Brantner wirbt um ehemalige FDP-Wähler: "Liberale Demokratie braucht starke Stimmen"

Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat sich an ehemalige Wähler der FDP gewandt. Ihr Appell kommt zu einer Zeit, in der liberale Parteien in wichtigen Landesparlamenten an Einfluss verlieren. Sie betont, dass starke Verteidiger der liberalen Demokratie heute dringender gebraucht werden denn je.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Brantner verwies auf die geschwächte Position liberaler Kräfte in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Bei den jüngsten Wahlen in Rheinland-Pfalz errang die CDU mit 30,8–30,9 Prozent der Stimmen die Mehrheit und beendete damit 35 Jahre SPD-Regierung. Die SPD fiel auf 25,9–26,0 Prozent zurück, während die AfD mit 19,9–20,1 Prozent mehr als das Doppelte ihres Ergebnisses von 2021 erreichte. Die Grünen verloren leicht und kommen nun auf 9–10 Sitze.

Die Landtage in Stuttgart und Mainz sind nun von einem Vierparteiensystem geprägt, in dem CDU, Grüne, SPD und AfD vertreten sind. Brantner wies darauf hin, dass das Fehlen der FDP eine Lücke für liberale Stimmen hinterlässt. Sie erinnerte daran, dass der ehemalige Grünen-Chef Cem Özdemir bereits früher ehemalige FDP-Wähler umworben habe – ein Muster, das sich nun fortsetzt.

In ihrem Aufruf unterstrich Brantner die Notwendigkeit einer starken liberalen Vertretung. Ohne diese, so ihre Argumentation, könnten demokratische Werte in diesem sich wandelnden politischen Umfeld noch größeren Herausforderungen gegenüberstehen.

Brantners Werben um ehemalige FDP-Anhänger deutet auf einen strategischen Zug der Grünen hin. Die Verschiebungen in der Landespolitik – insbesondere der Aufstieg der AfD und der Niedergang der FDP – haben die Parteilandschaft neu geordnet. Ihre Äußerungen spiegeln einen breiteren Vorstoß wider, die liberaldemokratischen Kräfte in Deutschlands sich verändernder politischer Szene zu stärken.

Quelle